Author Archives: MichaelKunze

Andreas Püttmanns kleine Studie zeigt die Bedeutung von Katholiken für die Bundesrepublik. Sie reicht weit hinaus über Staatslenker wie Konrad Adenauer oder Helmut Kohl. Cover: Verlag

Andreas Püttmanns kleine Studie zeigt die Bedeutung der Katholiken für die Bundesrepublik. Sie reicht weit hinaus über Staatslenker wie Konrad Adenauer oder Helmut Kohl. Cover: Verlag

Andreas Püttmann zeigt in einer kleinen, doch aufschlussreichen Studie: Katholiken fristen hierzulande keine Nischenexistenz - und das ist, zumal nicht mehr selbstverständlich, auch gut so.

DRESDEN. Mehrheiten sind dumm, hat der Publizist Hans Conrad Zander geschrieben - und die Erklärung mitgeliefert: Denn eine Denken und Wahrnehmung betreffende Vormacht kennzeichne, “dass sie sich selber nicht infrage stellt“. Im Mittelalter habe man das etwa am Auftreten der katholischen Kirche erkennen können, die Teile der Wirklichkeit ausblendete, die nicht ins von ihr dominierte Schema passten, so Zander. Doch wie steht es heute? Hier, indes nicht nur in Sachsen. “Seitenverkehrt“ im Umgang der konfessionslosen Mehrheit und einer größeren Minderheit von Protestanten mit der katholischen Kirche, der im Freistaat keine vier Prozent der vier Millionen Bürger angehören, deutschlandweit mit 24 Millionen aber gut ein Viertel.

Unter dem Titel „Wie katholisch ist Deutschland … und was hat es davon?“ legt der Publizist und promovierte Politikwissenschaftler Andreas Püttmann eine “kleine katholische ‘Leistungsschau‘“ vor. Angesichts dieses Anspruchs mag sich mancher die Augen reiben – nach dem Motto: Wer braucht und wen interessiert sowas? Hier.

Das anspruchsvoll, aber flott geschriebene Werk liefert eine Übersicht über den katholischen Beitrag zu unserer Republik, die der ... weiter lesen

Europa ist nicht am Ende, auch nicht die Europäische Union, schreibt Claus Leggewie in seinem Buch. Damit dies so bleibt, komme es darauf an, dass Bürger und Politiker den autoritären Vereinfachern im Innern wie den Bedrohungen von außen nicht nachgäben. Cover: Verlag

Europa ist nicht am Ende, auch nicht die Europäische Union, schreibt Claus Leggewie in seinem Buch. Damit dies so bleibt, komme es darauf an, dass Bürger und Politiker autoritären Vereinfachern nicht das Feld überlassen. Cover: Verlag

Der Politologe Claus Leggewie hat ein Buch wider die "autoritäre Welle" und für ein Europa der Vielfalt geschrieben - denkwürdig und streitbar.

BRÜSSEL. Migrationskrise, Reformstau, abgehängte Regionen - alle reden über Europa. Viele meinen dabei "Brüssel", die EU-Institutionen, assoziieren Handlungsunfähigkeit, Überregulierung, schlechte Infrastruktur, während ... weiter lesen

Erst nach knapp 60 Jahren sahen sie sich erstmals: die langjährige Gitarrelehrerin an der Städtischen Musikschule Chemnitz, Ute Loos, und ihr Brieffreund aus den 1950ern, Claude Michel. Links im Bild: Michels Ehefrau Marie-Catherine. Beide wohnen in Südfrankreich. Foto: Michael Kunze

Erst nach knapp 60 Jahren sahen sie sich erstmals: die langjährige Gitarrelehrerin an der Städtischen Musikschule Chemnitz, Ute Loos, und ihr Brieffreund aus den 1950ern, Claude Michel. Links im Bild: Michels Ehefrau Marie-Catherine. Beide wohnen in Südfrankreich. Foto: Michael Kunze

44 Jahre lang hat Ute Loos an der Chemnitzer Musikschule Gitarre unterrichtet. In den 1950ern verband sie mit Claude Michel aus Südfrankreich eine Brieffreundschaft. Doch begegnet sind die beiden sich nie - bis ein Zeitungsartikel alles veränderte.

CHEMNITZ/OBERGNEUS. 74 Jahre alt ist die gebürtige Hohenstein-Ernstthalerin Ute Loos mittlerweile, Claude Michel aus Milhaud in Südfrankreich ... weiter lesen

Die Kanzlerin - ein Scheinriese? So wird Angela Merkel von 22 Publizisten und Wissenschaftlern in einem neuen Sammelband gedeutet. Cover: Verlag.

Die Kanzlerin - ein Scheinriese? So wird Angela Merkel von 22 Publizisten und Wissenschaftlern in einem neuen Sammelband gedeutet. Cover: Verlag.

„Sie kennen mich!“, warb Angela Merkel vor vier Jahren um ihre Wiederwahl. Aber stimmt das? 22 Publizisten und Wissenschaftler gehen Politik und Person der Kanzlerin auf den Grund - multiperspektivisch und polemisch.

BERLIN/MÜNCHEN. Angela Merkel – das ist die Frau ohne Kompass, die in der DDR Angepasste, nun autoritäre Parteivorsitzende, machtpolitisch zwar versierte, aber auch ideologisch-planwirtschaftlich ... weiter lesen

Hier wird das Rad nicht neu erfunden. Wie andere Notiz- oder Tagebücher, so ist auch dieses zunächst der Ort, an dem Gedanken, Ideen, Zitate, Reflexionen in unregelmäßigen Abständen niedergeschrieben werden, kurz: der Ort für Erlebnisse jedweder Art des Schreibers, die es seiner Meinung nach verdienen, über den Tag hinaus "gerettet", erinnert zu werden. Notizbuch führt er, wie andere, zunächst und zuerst: für sich. Warum dann diese Prostitution? Nicht Anbiederung steht im Vordergrund, sondern: Auseinandersetzung, auch Selbstvergewisserung. Anders als beim analogen Äquivalent führt der Schreiber sie hier nicht nur mit sich selbst oder er vergewisserte sich bloß seiner, indem er das Notierte nochmals und dann vielleicht anders läse oder bedachte. Besonders, wenn auch nicht neu zu nennen wäre vielmehr die Möglichkeit des Ein-, des Wider- und des Zuspruchs, die sich dem Leser bietet. Nicht egoistisch ist das, eher eine Form des Teilens aus verschiedenen Perspektiven unter besonderen Umständen.