{"id":4257,"date":"2023-07-27T12:32:58","date_gmt":"2023-07-27T12:32:58","guid":{"rendered":"https:\/\/michael-kunze.net\/category\/artikel\/?p=4257"},"modified":"2026-05-22T13:48:53","modified_gmt":"2026-05-22T13:48:53","slug":"4257","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/michael-kunze.net\/category\/artikel\/2023\/07\/27\/4257\/","title":{"rendered":"Der transalpine Br\u00fcckenbauer"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_4270\" aria-describedby=\"caption-attachment-4270\" style=\"width: 2560px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4270\" src=\"http:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"2372\" srcset=\"https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-scaled.jpeg 2560w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-370x343.jpeg 370w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-1024x949.jpeg 1024w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-768x712.jpeg 768w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-1536x1423.jpeg 1536w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-2048x1897.jpeg 2048w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1888-300x278.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4270\" class=\"wp-caption-text\">Sinnbild Passaus neben den drei Fl\u00fcssen: der Dom, dessen Orgel Reinhard Raffalt besondere Bedeutung zuma\u00df. Deren Spieltisch nannte er einen der drei Throne der Kathedrale. Foto: Michael Kunze<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Biographie w\u00fcrdigt den gro\u00dfen Kulturvermittler Italiens, Reinhard Raffalt, zu dessen 100. Geburtstag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">PASSAU\/M\u00dcNCHEN\/ROM. Am 16. Juni 1976 starb mit Reinhard Raffalt der Deuter romanischer Welt in bundesrepublikanischer Nachkriegszeit. Er stand <!--more-->in einer Reihe mit den beiden Curtius, mit Hausenstein, Peterich, Sieburg, die er an Vielseitigkeit \u00fcbertroffen hat. Dennoch ist Raffalt weithin vergessen. Dass sein 100. Geburtstag j\u00fcngst in M\u00fcnchen und Passau unter beachtlicher Anteilnahme begangen wurde, t\u00e4uscht dar\u00fcber nicht hinweg. Allein sein Fr\u00fchwerk, der Sprachf\u00fchrer \u201eEine Reise nach Neapel \u2013 e parlare italiano\u201c wird noch gedruckt \u2013 in 24. Auflage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einst alles anders: Bei seinem Tode war der am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz geborene und beigesetzte Journalist und Musiker \u2013 ohne \u00dcbertreibung \u2013 einem Millionenpublikum bekannt; Beileidsadressen aus aller Herren L\u00e4nder, aus Politik, Kultur, Klerus erreichten die Angeh\u00f6rigen. Mit seinen Fernsehreportagen, Radiofeuilletons, Buch- und Zeitungsver\u00f6ffentlichungen hatte er eine verbreitete Sehnsucht aufzugreifen verstanden, die sich im Anschluss an die totale Selbstpreisgabe Deutschlands unter Hitler nach R\u00fcckverankerung im Abendland sehnte. Wie er sie ins Wort setzte, l\u00e4sst sich in einem seiner k\u00fcrzesten B\u00fccher ersp\u00fcren, einer Meditation \u00fcber Tod und Beisetzung Pius\u2018 XII.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHomo erat paterfamilias\u201c, jene sprechende Passage des Matth\u00e4usevangeliums \u2013 er konnte nicht anders, als sie in \u201eEin R\u00f6mischer Herbst\u201c (1958) auf den von ihm verehrten Pontifex zu beziehen. Man muss dies Buch in aller Stille laut lesen, um den Takt aufzunehmen, den er anzuschlagen suchte. Bis heute ist in deutscher Sprache kein solches Werk mehr erschienen. Dessen Zauber sich hinzugeben, der in kurzen Zitaten nicht darzutun w\u00e4re, nimmt den gestimmten Leser hinein in eine Schau voller Poesie und Innigkeit, in den Nachvollzug der aus dem Inhalt gegossenen Form, die Raffalt auch am Papsttum des zw\u00f6lften Pius so sch\u00e4tzte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der aus dem Chiemgau stammende, in M\u00fcnchen wirkende Historiker Julian Traut hat mit <a href=\"https:\/\/www.verlag-pustet.de\/shop\/item\/9783791734408\/ein-leben-fur-die-kultur-von-julian-traut-gebundenes-buch\">\u201eEin Leben f\u00fcr die Kultur\u201c<\/a> <span style=\"font-size: 1rem;\">die nun erweiterte Fassung seiner bebilderten Biografie vorgelegt, die Raffalt zug\u00e4nglich macht wie bislang keine. Auch die Gr\u00fcnde f\u00fcr dessen in den 1960er-Jahren abnehmende Strahlkraft werden erl\u00e4utert. Traut schildert nach Durchsicht zahlreicher Quellen die Herkunft aus liberaler Passauer Bildungswelt \u2013 der Vater Zeitungsverleger, die Mutter aus m\u00e4hrischem Landadel. Leistungswille, \u00e4sthetisches Gesp\u00fcr, Selbstbewusstsein im ganzen Sinne des Wortes \u2013 die Eltern m\u00f6gen sie ihm in die Wiege gelegt haben.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_4266\" aria-describedby=\"caption-attachment-4266\" style=\"width: 1080px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4266\" src=\"http:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956.png\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956.png 1080w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956-370x370.png 370w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956-1024x1024.png 1024w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956-50x50.png 50w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956-768x768.png 768w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1956-300x300.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4266\" class=\"wp-caption-text\">Julian Trauts Biographie und Werkbiographie besch\u00e4ftigt sich wie bislang keine mit dem in Passau geborenen Publizisten Reinhard Raffalt. Cover: Verlag<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Autor berichtet von fr\u00fchem Orgelunterricht, der 1942 in ein Studium bei Thomaskantor G\u00fcnther Ramin m\u00fcndete. Das Deutschland, in dem der 19-J\u00e4hrige seine Gaben zur Reife zu bringen suchte, forderte indes keine Organisten, sondern K\u00e4mpfer im Weltanschauungskrieg. Der Junge hatte Gl\u00fcck: Ein Oberst entsandte ihn zu musikalischer Truppenbetreuung nach Belgien und Frankreich. Raffalt konzertierte in Bourges, Dijon, Reims. Eine Ausbildung zum Krankentr\u00e4ger folgte, schlie\u00dflich doch Fronteins\u00e4tze, bis ihn 1945 ein Granatsplitter derart zurichtete, dass er das Kriegsende in einem Lazarett erlebte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An die Wiederaufnahme der Studien in Sachsen war nicht zu denken. So schrieb er sich ein an der heimischen Hochschule: f\u00fcr Geschichte des Mittelalters und scholastische Philosophie; er leitete den Passauer Singkreis. Herkunft, Studium, Ehrenamt deuteten an, woran fortan sein Herz h\u00e4ngen w\u00fcrde; 1950 schlie\u00dflich die Promotion in T\u00fcbingen zur Programmmusik.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Traut f\u00fcgt seiner thematisch und chronologisch gegliederten Arbeit (was teils zu Wiederholungen f\u00fchrt) im Anhang zahlreiche Briefe bei \u2013 etwa den Austausch mit dem 17-j\u00e4hrigen Reinhard Marx, der sich als Konservativer auswies. Der nunmehrige Erzbischof steuerte zudem ein Geleitwort bei, in dem er auslotet, was ihm Konservatismus und Barock heute bedeuten. Wir finden im Buch eine Liste s\u00e4mtlicher, von Raffalt f\u00fcr den BR produzierter Fernsehfilme und H\u00f6rfunksendungen, die zeigen, dass dieser sich nicht mit Italien \u201ebegn\u00fcgte\u201c, sondern auch Deutschland in den Fokus nahm, Spanien, viele L\u00e4nder S\u00fcdamerikas, Afrikas, Asiens.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie aber gelangte er an das Sehnsuchtsziel vieler Deutscher, dessen Ausdeutung ihn hierzulande so ber\u00fchmt machte? Schon 1949 war er mit Kommilitonen zu einer Reise aufgebrochen, besuchte Padua, musizierte in Kirchen. \u201eDies\u201c, schreibt Traut, \u201emarkierte den Beginn einer innigen Beziehung\u201c, die nicht abriss. Raffalt heuerte als freier Mitarbeiter beim BR an, verfasste erste \u201eH\u00f6rbilder\u201c \u2013 der Auftakt mehr als 30 Jahre w\u00e4hrender Zusammenarbeit. 200 Rundfunksendungen und 30 Filme gingen daraus hervor. Er holte seinem Publikum wenig bekannte Welten ins Wohnzimmer, schilderte Zusammenh\u00e4nge zwischen Geschichte, Philosophie und Kunst in Antike, Renaissance, Barock.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit welcher Stimme \u2013 um einen Eindruck zu gewinnen, sei auf im Internet verf\u00fcgbare Beitr\u00e4ge zum Nachh\u00f6ren verwiesen (QR-Code zum BR im Buch)! W\u00e4rme, Souver\u00e4nit\u00e4t, Kultiviertheit strahlt sie aus. Raffalt bezeugte, woraus er sch\u00f6pfte. Er war kein oberfl\u00e4chlicher Unterhalter, formulierte dicht und anspruchsvoll.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum er 1951 seinen Wohnsitz in Rom nahm, l\u00e4sst sich nicht mehr vollends kl\u00e4ren. Nahe liegt die Neugier eines jungen Mannes auf den kosmopolitischen Charme der Gro\u00dfstadt im S\u00fcden, zugleich Zentrum des Katholizismus, dem er sich religi\u00f6s und kulturell tief verhaftet sah.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es brauchte Zeit, \u00f6konomisch fu\u00dfzufassen; G\u00f6nner halfen. Vom zwar wohlklingenden, doch wenig eintr\u00e4glichen Titel eines Rom- und Vatikankorrespondenten f\u00fcr die M\u00fcnchner \u201eNeue Zeitung\u201c, dazu Arbeiten f\u00fcr das Heimatblatt lie\u00df sich nicht leben, angesichts von bald kostspieliger Wohnung in bester Lage, teurem Sportwagen, repr\u00e4sentativen Verpflichtungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass er sich der CSU nahef\u00fchlte, war kein Geheimnis. Zahllose Kontakte legten Zeugnis davon ab. Beigetreten ist er der Partei nie; er sch\u00e4tzte die Unabh\u00e4ngigkeit. Um den Lebensunterhalt zu bestreiten, nutzte er sein musikalisches Talent. Es brachte ihm eine Stelle als Organist an der deutschen Nationalkirche Santa Maria dell\u2018 Anima. Er warb Mittel ein f\u00fcr Konzertformate, die sich gegen\u00fcber Rundfunkanstalten lancieren lie\u00dfen. Bald unterrichtete er am Collegium Germanicum et Hungaricum Kirchenmusik, leitete Chor und Orchester des Jesuitenkollegs, fand Zutritt zu h\u00f6chsten Kreisen. Vor Kraft zu spr\u00fchen, schien er, angetrieben vom Zuspruch, wie sich herausstellen sollte: zulasten seiner Gesundheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einstweilen ging es voran: Raffalt gr\u00fcndete die Deutsche Bibliothek in Rom und die R\u00f6mische Bach-Gesellschaft. Sein kulturinstitutionelles Werk, das ihn auch beim Ausw\u00e4rtigen Amt in Lohn und Brot brachte, stand Pate f\u00fcr die Gr\u00fcndung der Goethe-Institute. Die im Prestel-Verlag herausgebrachten Rom-B\u00e4nde wurden gro\u00dfe Erfolge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Obendrein nahm er zu kirchenpolitischen Fragen Stellung. Als brisant erwies sich der vielbeachtete Band \u201eWohin steuert der Vatikan?\u201c (1973), strotzend vor Kritik an der \u00d6ffnungspolitik Pauls VI. gegen\u00fcber den sozialistischen Staaten, die der Antikommunist als Appeasement verwarf. Raffalt, neben Pius auch Johannes XXIII. zugetan, fand zu ihrem Nachfolger keinen Anschluss. Er ging mit dessen Liturgiereform ins Gericht, hielt ihr den Ausverkauf des Lateinischen vor, Banalisierung des Heiligen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4264\" aria-describedby=\"caption-attachment-4264\" style=\"width: 2345px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-4264\" src=\"http:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2345\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-scaled.jpeg 2345w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-339x370.jpeg 339w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-938x1024.jpeg 938w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-768x838.jpeg 768w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-1407x1536.jpeg 1407w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-1876x2048.jpeg 1876w, https:\/\/michael-kunze.net\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG_1749-275x300.jpeg 275w\" sizes=\"auto, (max-width: 2345px) 100vw, 2345px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4264\" class=\"wp-caption-text\">Reinhard Raffalt wurde 1976 auf dem Passauer Innstadtfriedhof im Grabe seiner Eltern beigesetzt. Foto: Michael Kunze<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dem Barockmenschen kam das Barock abhanden. Was er erfahrbar zu machen suchte: den Anspruch, alle Bezirke des Lebens \u2013 Religion, Brauchtum, Architektur, Literatur, bildende Kunst, Musik \u2013 aus einem Leitmotiv abzuleiten und darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, so, wie es von und mit der Kirche bis ins 20. Jahrhundert versucht worden war, sah er preisgegeben. Dieses \u201eR\u00f6mische Prinzip\u201c, aus der Antike \u00fcber das Mittelalter in die Neuzeit \u00fcberliefert, n\u00f6rdlich der Alpen anverwandelt \u2013 es war im Falle. Schmerzlich hatte er dies erkennen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit der Epochenwende fiel, tragischerweise, sein eigenes Ende zusammen. Er starb, von rastloser Arbeit ausgezehrt, nur 53-j\u00e4hrig wenige Stunden nach der Hochzeit mit Nina Bertram. Aus dem F\u00fcllhorn seines Werkes, das Julian Traut uns aufschlie\u00dft, l\u00e4sst sich dennoch weiterhin mit Genuss kosten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Julian Traut: Ein Leben f\u00fcr die Kultur. Reinhard Raffalt (1923-1976) zwischen Bayern, Deutschland und Italien. Verlag Friedrich Pustet, 2. erweiterte Aufl., Regensburg 2023, Hardcover, 312 Seiten, EUR 39,95.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Biographie w\u00fcrdigt den gro\u00dfen Kulturvermittler Italiens, Reinhard Raffalt, zu dessen 100. Geburtstag. PASSAU\/M\u00dcNCHEN\/ROM. Am 16. Juni 1976 starb mit Reinhard Raffalt der Deuter romanischer Welt in bundesrepublikanischer Nachkriegszeit. 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