Tag Archives: Pegida

Wenn Eliten nicht nach rechts integrieren, sinken die Themen, die dort liegen, auf den "sprachlosen Grund des Unverstandenen", der "nicht selten braun" sei, schreibt Ulrich Greiner. Und plädiert für das Gegenteil. Cover: Verlag

Der Journalist Ulrich Greiner will Verständnis dafür, dass Demokratie kompliziert ist - und dabei auf den Wettstreit zwischen beiden Polen des politischen Spektrums angewiesen.

BERLIN. Wo es Linke, Progressive gibt, muss es Rechte, Konservative geben dürfen - und sie müssen gleichberechtigt vernehmbar sein im öffentlichen Diskurs. Davon ist Ulrich Greiner, früher Feuilletonchef der "Zeit", überzeugt. Die Realität sei aber eine andere: Das politische Spektrum jenseits der Extremismen, schreibt er in der Streitschrift "Heimatlos. Bekenntnisse eines Konservativen", werde medial nicht mit gleichem Maßstab ausgeleuchtet. Dabei bekennt der 72-Jährige, nie CDU noch Liberale gewählt zu haben, sondern vorrangig SPD und Grüne. Spät wurde er konservativ - und macht nun eine Tendenzwende aus in der Bundesrepublik, die zutage trete etwa in der Entstehung von Pegida oder AfD-Wahlerfolgen.

Überall Angst - nicht nur bei Anhängern der "Patriotischen Europäer", auch in Parteien und der "kommentierenden Klasse in den Medien", der er selbst angehörte. Für letztere stehe die Macht auf dem Spiel, die in der Öffentlichkeit geltenden ... weiter lesen

Uwe Krügers Buch über deutsche Leitmedien ist im C.-H.-Beck-Verlag erschienen. Cover: Verlag.

Uwe Krügers Buch über deutsche Leitmedien ist im C.-H.-Beck-Verlag erschienen. Cover: Verlag.

Der Leipziger Journalist und Politologe Uwe Krüger hat ein Buch geschrieben über die deutsche Medienlandschaft und deren Verhältnis zu Lesern, Hörern, Zuschauern. Es ist die Geschichte einer Vertrauenskrise mit vielfältigen Ursachen.

CHEMNITZ. „Dass in den Medien gelogen wird, ist an der Tagesordnung“, schrieb mir kürzlich ein Freund. Endzwanziger und TU-Freiberg-Absolvent. Polyglott, intelligent, attraktiv. Keiner, der es zu nichts gebracht hätte, der mit dem Leben hadert. Stattdessen ... weiter lesen

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In Dresden wurden heute, wie ich den Nachrichten entnahm, Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes angegriffen, während sie eine Zeltstadt für Flüchtlinge errichteten. Vom DRK hieß es: „erstmals in einem zivilisierten Land“. Wohl von zwei Dutzend Rechtsextremisten, die der „Asylschwemme“, wie es seit Wochen in sozialen Netzwerken heißt, Einhalt gebieten wollen. „Zeit für Taten“ gewissermaßen – einst ein Wahlslogan der CDU. Wieder viele Blicke auf die Neuen Länder, Sachsen, Dresden. Nun ist es soweit (bin Spätzünder): Ich schäme mich, Dritten gegenüber meinen aktuellen Wohnort ... weiter lesen