„Verpiss Dich aus unserm Bezirk!“

Gehö­ren Juden heu­te zu Deutsch­land? Das fragt ein in Ber­lin auf­ge­wach­se­ner Israe­li in sei­nem neu­en Buch. Wegen des Anti­se­mi­tis­mus in der Haupt­stadt wan­der­te er einst aus.

DRESDEN/ZWICKAU. In Leip­zig, Zwi­ckau, Dres­den, Bad Mus­kau ist der 41-Jäh­ri­ge im Herbst auf Lese­rei­se gewe­sen. Arye Sharuz Shali­car, in Göt­tin­gen gebo­re­ner und in Ber­lin-Span­dau und ‑Wed­ding „„Ver­piss Dich aus unserm Bezirk!““ wei­ter­le­sen

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Wenn Konservative heimatlos werden

Wenn Eli­ten nicht nach rechts inte­grie­ren, sin­ken die The­men, die dort lie­gen, auf den „sprach­lo­sen Grund des Unver­stan­de­nen“, der „nicht sel­ten braun“ sei, schreibt Ulrich Grei­ner. Und plä­diert für das Gegen­teil. Cover: Ver­lag

Der Jour­na­list Ulrich Grei­ner will Ver­ständ­nis dafür, dass Demo­kra­tie kom­pli­ziert ist – und dabei auf den Wett­streit zwi­schen bei­den Polen des poli­ti­schen Spek­trums ange­wie­sen.

BERLIN. Wo es Lin­ke, Pro­gres­si­ve gibt, muss es Rech­te, Kon­ser­va­ti­ve geben dür­fen – und sie müs­sen gleich­be­rech­tigt ver­nehm­bar sein im öffent­li­chen Dis­kurs. Davon ist Ulrich Grei­ner, frü­her Feuil­le­ton­chef der „Zeit“, über­zeugt. Die Rea­li­tät sei aber eine ande­re: Das poli­ti­sche Spek­trum jen­seits der Extre­mis­men, schreibt er in der Streit­schrift „Hei­mat­los. Bekennt­nis­se eines Kon­ser­va­ti­ven“, wer­de medi­al nicht mit glei­chem Maß­stab aus­ge­leuch­tet. Dabei bekennt der 72-Jäh­ri­ge, nie CDU noch Libe­ra­le gewählt zu haben, son­dern vor­ran­gig SPD und Grü­ne. Spät wur­de er kon­ser­va­tiv – und macht nun eine Ten­denz­wen­de aus in der Bun­des­re­pu­blik, die zuta­ge tre­te etwa in der Ent­ste­hung von Pegi­da oder AfD-Wahl­er­fol­gen.

Über­all Angst – nicht nur bei Anhän­gern der „Patrio­ti­schen Euro­pä­er“, auch in Par­tei­en und der „kom­men­tie­ren­den Klas­se in den Medi­en“, der er selbst ange­hör­te. Für letz­te­re ste­he die Macht auf dem Spiel, die in der Öffent­lich­keit gel­ten­den „Wenn Kon­ser­va­ti­ve hei­mat­los wer­den“ wei­ter­le­sen

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Ein zäher Patient

Wer ist der letzte, der das Welterlebnis sucht wie Neuigkeiten über Vertrautes in seiner Umgebung? Auf Papier. Der Journalist Michael Angele spürt dem alten Zeitungsleser nach. Und dem, was mit ihm sterben könnte. Sehnsüchtig, aber ohne Wehmut. Foto: Michael Kunze
Wer ist der letz­te, der das Welt­erleb­nis sucht wie Neu­ig­kei­ten über Ver­trau­tes in sei­ner Umge­bung? Auf Papier. Der Jour­na­list Micha­el Ange­le spürt dem alten Zei­tungs­le­ser nach. Und dem, was mit ihm ster­ben könn­te. Sehn­süch­tig, aber ohne Weh­mut. Foto: Micha­el Kun­ze

Der Jour­na­list Micha­el Ange­le hat ein Buch über Zei­tungs­le­ser geschrie­ben, die der papier­nen Form den Vor­zug geben. Und über das Zei­tungs­ster­ben. Her­aus­ge­kom­men ist ein Plä­doy­er gegen inhalt­li­che Ver­fla­chung und das Vul­gä­re in Neu­en Medi­en.

CHEMNITZ. Eine Zei­tung war Zugang zur Welt, ein Stück Hei­mat auch – bis hin zum rascheln­den Geräusch beim Umblät­tern der Sei­ten – und gleich­zei­tig

„Ein zäher Pati­ent“ wei­ter­le­sen

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