„Mein Bild von Europa hat mit der aktuellen Organisationsform wenig zu tun“

FRANKFURT/DRESDEN. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls blickt der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach zurück und voraus: wo und wie er den Mauerfall 1989 erlebte und die Jahre seit der deutschen Wiedervereinigung. Außerdem gibt der 68 Jahre alte Büchner- und Kleistpreisträger Auskunft darüber, was für ihn Europa mit der Europäischen Union zu tun hat und welche Rolle „„Mein Bild von Europa hat mit der aktuellen Organisationsform wenig zu tun““ weiterlesen

Aus einer andern Welt

Der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach hat am 13. September im Dresdener Kulturpalast aus seinem Buch über die koptischen Martyrer gelesen, das er nach einer Reise nach Ägypten geschrieben hatte. Er diskutierte darüber mit Joachim Hake, dem Direktor der Katholischen Akademie Berlin. Foto: Michael Kunze
Schriftsteller Martin Mosebach (links) las am 13. September 2019 in Dresden aus dem Buch „Die 21“ über christliche Martyrer und diskutierte mit Joachim Hake, Direktor der Katholischen Akademie Berlin. Foto: Michael Kunze

Der Büchnerpreisträger Martin Mosebach las im Dresdner Kulturpalast aus seinem beklemmenden Reisebuch über koptische Martyrer.

DRESDEN. Über ein ernstes Thema hat der Frankfurter Schriftsteller, Büchner- und Kleistpreisträger Martin Mosebach am Freitagabend im Dresdner Kulturpalast gesprochen: den Tod von zwanzig Ägyptern und einem Ghanaer – allesamt Christen, bis auf jenen einen ihrer Herkunft nach Kopten. Sie sind 2015 vom Islamischen Staat enthauptet worden – vor der laufenden Kamera ihrer Mörder, nur weil sie ebendies waren. Das Video ging um die Welt. Der Katholik Mosebach wollte mehr über die Umstände wissen und jene seit der muslimischen Eroberung Ägyptens unter mal größerem, mal geringerem „Aus einer andern Welt“ weiterlesen