„Ohne die USA kann Europa nicht verteidigt werden“

Beate Neuss ist seit 1994 Professorin für Internationale Politik an der Technischen Universität. Foto: TU Chemnitz
Bea­te Neuss ist seit 1994 Pro­fes­so­rin für Inter­na­tio­na­le Poli­tik an der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Chem­nitz. Foto: TU Chem­nitz

CHEMNITZ. Da Ame­ri­ka sei­ne Schwer­punk­te ver­la­gert, muss Deutsch­land sei­ne Rol­le in der inter­na­tio­na­len Poli­tik neu bestim­men. Ist das Land dazu ange­sichts von Migra­ti­on und Chi­nas Drän­gen nach Welt­gel­tung gewapp­net? Ein Gespräch mit der Poli­to­lo­gin Bea­te Neuss.

Donald Trump inter­es­siert sich nicht für Euro­pa. Was die­je­ni­gen gut fin­den, die den ame­ri­ka­ni­schen Ein­fluss kri­ti­sie­ren, treibt ande­ren Sor­gen­fal­ten auf die Stirn ange­sichts des­sen, dass Deutsch­land und die EU mehr Verant­wor­tung erwar­tet. Wie sehen Sie es?

Seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung und dem Zer­fall der Sowjet­uni­on sagen US-Poli­ti­ker: Unse­re Auf­ga­be in Euro­pa ist erle­digt: Demo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit, Markt­wirt­schaft haben sich durch­ge­setzt. Eine EU mit 510 Mil­lio­nen Ein­woh­nern und einem den USA ver­gleich­ba­ren Brut­to­in­lands­pro­dukt, dazu 1,2 Mil­lio­nen Sol­da­ten, ver­teilt auf 28 Staa­ten, muss imstan­de sein, sich selbst zu ver­tei­di­gen und die Nach­bar­schaft zu sta­bi­li­sie­ren. Anfang der „„Ohne die USA kann Euro­pa nicht ver­tei­digt wer­den““ wei­ter­le­sen

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Was ist konservativ, was rechts? Chemnitzer Politologen im Gespräch: Teil II

Der Politikwissenschaftler Frank Schale. Foto: peroptato.de
Der Poli­to­lo­ge Frank Scha­le hat bis Dezem­ber 2017 an der TU Chem­nitz die Ideen von kon­ser­va­ti­ven Intel­lek­tu­el­len der frü­hen Bun­des­re­pu­blik erforscht. Foto: peroptato.de

CHEMNITZ. Kon­ser­va­ti­ve Wis­sen­schaft­ler, Publi­zis­ten, Intel­lek­tu­el­le haben nach dem Zwei­ten Welt­krieg in der frü­hen Bun­des­re­pu­blik den Neu­an­fang gewagt, auf den sie in der DDR kei­nen Ein­fluss hat­ten. Ein Gespräch (Teil I: hier) über Denk­tra­di­tio­nen, die Abkehr davon und dar­über, was das mit der Neu­en Rech­ten zu tun hat – mit den Chem­nit­zer Poli­to­lo­gen Frank Scha­le und Sebas­ti­an Lie­bold, die zum The­ma einen Sam­mel­band publi­ziert haben.

War­um igno­riert – oder ver­ach­tet – die Neue Rech­te die Erfah­run­gen vie­ler Kon­ser­va­ti­ver, die nach 1945 ihren Frie­den mach­ten mit Par­tei­en­de­mo­kra­tie, Gewal­ten­tei­lung und Min­der­hei­ten­rech­ten?

Frank Scha­le: Weil die Neue Rech­te nicht kon­ser­va­tiv ist. Sie will ver­tei­di­gen, was es nie gab: die Ein­heit des Abend­lan­des. In der frü­hen Bun­des­re­pu­blik haben sich Kon­ser­va­ti­ve schnell von sol­chen Roman­ti­zis­men ver­ab­schie­det. Die Mehr­heit der Neu­en Rech­ten folgt nicht tra­di­tio­nel­len kon­ser­va­ti­ven Den­kern wie Edmund Bur­ke. Sie ist Wie­der­gän­ge­rin der Kon­ser­va­ti­ven „Was ist kon­ser­va­tiv, was rechts? Chem­nit­zer Poli­to­lo­gen im Gespräch: Teil II“ wei­ter­le­sen

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Was ist konservativ, was rechts? Chemnitzer Politologen im Gespräch: Teil I

Der Politikwissenschaftler Sebastian Liebold. Foto: Frank Uhlich
Der Poli­to­lo­ge Sebas­ti­an Lie­bold hat bis Dezem­ber 2017 an der TU Chem­nitz die Ideen von kon­ser­va­ti­ven Intel­lek­tu­el­len der frü­hen Bun­des­re­pu­blik erforscht. Foto: Frank Uhlich

CHEMNITZ. Kon­ser­va­ti­ve Wis­sen­schaft­ler, Publi­zis­ten, Intel­lek­tu­el­le haben in der frü­hen Bun­des­re­pu­blik den Neu­an­fang gewagt. Ein Gespräch (Teil II: hier) über Denk­tra­di­tio­nen, ideo­lo­gi­sche Brü­che und dar­über, was das mit der Neu­en Rech­ten zu tun hat – mit den Chem­nit­zer Poli­to­lo­gen Sebas­ti­an Lie­bold und Frank Scha­le, die im Nach­gang einer wis­sen­schaft­li­chen Tagung zum The­ma einen Sam­mel­band publi­ziert haben.

Was ver­bin­det kon­ser­va­ti­ve Intel­lek­tu­el­le in der Nach­kriegs­zeit?

Frank Scha­le: Der Wunsch nach einer Bestands­auf­nah­me, die Natio­nal­so­zia­lis­mus und Wei­ma­rer Repu­blik kri­tisch reflek­tiert. Wel­che Tra­di­ti­ons­be­stän­de sind noch halt­bar? Wie soll ein neu­er Staat, die künf­ti­ge Gesell­schaft beschaf­fen sein?

Sebas­ti­an Lie­bold: Gan­ze Lebens­wel­ten, auch das Selbst­be­wusst­sein, ist bei vie­len obso­let gewor­den. Kriegs­en­de, Ver­trei­bung, deut­sche Tei­lung füh­ren zu ideo­lo­gi­schen Ver­wer­fun­gen, die eine Neu­ori­en­tie­rung erfor­dern, obwohl man sich nach Kon­ti­nui­tät „Was ist kon­ser­va­tiv, was rechts? Chem­nit­zer Poli­to­lo­gen im Gespräch: Teil I“ wei­ter­le­sen

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Volkswirt: „Häuser im Bauhausstil werden Problemimmobilien der 2030er-Jahre“

Flachdächer und eintönige Fassaden dominieren: zwei Häuer im Bauhausstil im Dresdener Stadtteil Blasewitz. Wie vielerorts schließen sie hier Baulücken, umgeben fast durchweg von traditioneller Bebauung. Foto: Michael Kunze
Flach­dä­cher und ein­tö­ni­ge Fas­sa­den domi­nie­ren: zwei Häu­er im Bau­haus­stil im Dres­de­ner Stadt­teil Bla­se­witz. Wie vie­ler­orts schlie­ßen sie hier Bau­lü­cken, umge­ben fast durch­weg von tra­di­tio­nell errich­te­ten Häu­sern mit Spitz­dach und rei­cher geglie­der­ten Fas­sa­den. Foto: Micha­el Kun­ze

CHEMNITZ/DRESDEN. Archi­tek­tur schafft Lebens­qua­li­tät – so lau­tet zumin­dest das Mot­to des Tages der Archi­tek­tur Ende Juni in Sach­sen. Doch in der Rea­li­tät herrscht bei Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­haus­neu­bau­ten seit Jah­ren der Bau­haus­ty­pus vor. Meist hat er gro­ße Fens­ter, eine wei­ße Fas­sa­de, dazu ein Flach­dach. Ein Gespräch mit dem Volks­wirt Fried­rich Thie­ßen von der TU Chem­nitz, der mit sei­nen Mit­ar­bei­tern vier Befra­gun­gen in vier Städ­ten „Volks­wirt: „Häu­ser im Bau­haus­stil wer­den Pro­blem­im­mo­bi­li­en der 2030er-Jah­re““ wei­ter­le­sen

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Luthers Retter buhlte um Chemnitzer Klosterpfründe

Bis 1540/41 eine wohlhabende Benediktinerabtei, von der aus im 12. Jahrhundert Chemnitz gegründet wurde, heute ein Museum für gotische Kunst. Foto: Michael Kunze
Bis 1540/41 eine wohl­ha­ben­de Bene­dik­ti­ner­ab­tei, von der aus im 12. Jahr­hun­dert Chem­nitz gegrün­det wur­de: Auf dem heu­ti­gen Schloß­berg ist ein Muse­um für goti­sche Kunst in der frü­he­ren Klau­sur unter­ge­bracht, dahin­ter die evan­ge­li­sche Pfarr- und eins­ti­ge Klos­ter­kir­che. Foto: Micha­el Kun­ze

Ohne die Bene­dik­ti­ner, die sich vor 874 Jah­ren auf dem heu­ti­gen Schloß­berg nie­der­lie­ßen, wäre die süd­west­säch­si­sche Stadt damals nicht ent­stan­den. Eine Tagung wid­me­te sich nun der Abtei, um mehr als 400 Jah­re vor­re­for­ma­to­ri­scher His­to­rie zu wür­di­gen. Dabei sorg­te ein Wis­sen­schaft­ler aus­ge­rech­net für einen klei­nen Pau­ken­schlag der Refor­ma­ti­ons­ge­schichts­schrei­bung.

CHEMNITZ. Was der Sprach- und Lite­ra­tur­his­to­ri­ker Chris­toph Fas­ben­der (TU Chem­nitz) am Wochen­en­de „Luthers Ret­ter buhl­te um Chem­nit­zer Klos­ter­pfrün­de“ wei­ter­le­sen

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Warum eine Christin in Chemnitz im Ramadan fastet

Bloggt nicht nur über Islam und Ramadan, sondern fastet selbst: eine evangelische Studentin an der TU Chemnitz. Foto: https://30tageislam.wordpress.com/page/2
Bloggt nicht nur über Islam und Rama­dan, son­dern fas­tet mit: eine evan­ge­li­sche Stu­den­tin in Chem­nitz. Foto: https://30tageislam.wordpress.com/page/2

Evan­ge­lisch ist sie und Stu­den­tin der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät – und hält sich der­zeit an die Gebo­te des isla­mi­schen Fas­ten­mo­nats. Aus meh­re­ren Grün­den ist das eine Her­aus­for­de­rung.

CHEMNITZ. War­um im Inter­net über den Islam schrei­ben, aus­ge­rech­net im Fas­ten­mo­nat Rama­dan? Anonym. Oben­drein von einer Stu­den­tin der TU Chem­nitz, die nicht viel mehr von sich preis­ge­ben will, als dass sie kei­ne Mus­li­min ist, son­dern evan­ge­li­sche West­fä­lin. „Gute Fra­ge. Gegen­fra­ge: War­um nicht?“, sagt die 23-Jäh­ri­ge. Seit dem 7. Juni ist ihr Blog „30 Tage Islam. Erfah­run­gen über den Fas­ten­mo­nat Rama­dan und den Islam in Deutsch­land“ im Netz frei­ge­schal­tet. Am Vor­tag hat­te die Fas­ten­zeit als neun­ter Monat des isla­mi­schen Mond­ka­len­ders begon­nen, in dem laut Über­lie­fe­rung einst der Koran zu den Men­schen gesandt wur­de. Der Rama­dan dau­ert bis 5. Juli. Doch mit Rezep­ten, die sie auf der Sei­te ein­stellt – etwa für das marok­ka­ni­sche Gamil­la: Rind­fleisch mit getrock­ne­ten Pflau­men -, ist es für sie nicht „War­um eine Chris­tin in Chem­nitz im Rama­dan fas­tet“ wei­ter­le­sen

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Unter Politikwissenschaftlern

Auf einer pro­mi­nent besetz­ten Tagung der Zunft in Chem­nitz wur­de weder an Selbst­kri­tik gespart noch sol­cher gegen­über Poli­ti­kern. Anlass war die Ver­ab­schie­dung von Eck­hard Jes­se in den Ruhe­stand, der an der TU die Grün­dungs­pro­fes­sur des Fachs inne­hat­te.

CHEMNITZ. Wie es um die deut­sche Poli­tik­wis­sen­schaft „Unter Poli­tik­wis­sen­schaft­lern“ wei­ter­le­sen

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