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2026 (1)

  • 21. Mai Weltenwanderer Hermann Broch
    Wiederholt ist Hermann Broch für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen worden. Letztlich hat er, der sich nicht entscheiden konnte, ob er Wissenschaftler oder Literat sein wollte, nie einen Literaturpreis erhalten. Als Großer gilt er dennoch, zitiert, doch wenig gelesen. Eine Erinnerung zum 75. Todestag. ALTAUSSEE/WIEN. Die Frage, wer Hermann Broch war, stellt sich längst; vielleicht hat sie… Archiv weiterlesen →

2025 (4)

  • 19. Dezember 30 Jahre Antiquariat Gerhard Eilert in Meißen
    MEISSEN. Bei der Burgstraße in Meißen handelt es sich wohl um die einzige Kleinstadtlage Sachsens, in der ein Antiquariat noch wirtschaftlich zuerst als Ladengeschäft betrieben werden kann. Gerhard Eilert, geboren wie die Kollegen Wolfgang Neubert (Thalheim) und Claus Kunze (Dresden) 1947
  • 27. November Ein Fluss, der Leonardo und Sankt Martin verbindet
    Gleich einer Perlenkette reihen sich zahllose Schmuckstücke zu beiden Seiten der Loire aneinander. Sie zeugen von Geltungsdrang, Lebenslust und tiefer Gottesbeziehung. REIMS/TOURS/NANTES. Wer wie wir von Nordosten ins Französische hineinfährt, kann beinahe nicht anders, als in Reims und Chartres haltzumachen, selbst wenn das geographische Ziel der Reise Hunderte Kilometer entfernt liegt. Gilt die Rede vom… Archiv weiterlesen →
  • 03. April Hüter des Buches
    Antiquariate haben es in Zeiten grassierender Lesefaulheit und von Internetmonopolisten schwer. Wer reüssieren will, muss neben einem überzeugenden Angebot vor allem eine einnehmende Persönlichkeit haben. BAUTZEN. Erst seit knapp fünf Jahren führe ich als ehemaliger Zeitungsjournalist ein Ladengeschäft für alte Bücher und Grafiken im Schatten des Bautzener Domes in der Oberlausitz. Wenige Meter weiter
  • 16. Januar Italiens Norden liegt in Bayern
    Passau bietet mehr als drei Flüsse und steinerne Pracht – auf Besuch an einer Schnittstelle der Kulturen. PASSAU. Welcher ist der nördlichste Ort Italiens? Regensburg? Mit Geschlechtertürmen, die träumen lassen von Bologna, Lucca, San Gimignano. Kommt die Fürstin hinzu, Torre e Tasso, die mit ihrer Italophilie nicht hinterm Berg hält. Dennoch sehne ich mich, um… Archiv weiterlesen →

2024 (3)

  • 04. Oktober „Ich frage dann, wie kann es gut und besser weitergehen?“
    Der Prior des Wechselburger Benediktinerklosters, Pater Maurus Kraß, schaut trotz mancher Herausforderung während seines Dienstes in Kloster Ettal und an der Zwickauer Mulde dankbar auf 40 Jahre Priestertum zurück. Obendrein wirft ein großes geistliches Projekt für die Basilika verheißungsvolle Schatten voraus. WECHSELBURG. Als vor Tagen einer der erfahrensten Kunsthistoriker Sachsens mit einer Reisegruppe an der… Archiv weiterlesen →
  • 26. Juni Der Mönch von der Ostseeküste
    Andreas Sommer war Pfarrer von Stralsund, sein Sprengel dreimal so groß wie Berlin. Nun ist er im mittelsächsischen Wechselburg Pater Joseph. Geflohen sei er nicht – was dann? WECHSELBURG. Wer heute an Benediktinermönche denkt, hat in sächsischen Breiten neben dem kleinen Wechselburger Konvent vielleicht Etiketten von Weißbierflaschen im Sinn oder bayerische Urlaubsidylle, nicht aber Ostseeküste
  • 28. März Sehnsucht nach Altaussee
    Der kleine steirische Teil des Salzkammerguts liegt ab vom Schuss. Doch der Ruf als einstige Künstler-Sommerfrische trägt noch immer. ALTAUSSEE. Der Schriftsteller Raoul Auernheimer ist vergessen. Er indes war es, der das Bild von der weiten, dunklen Wasserfläche prägte, einem übergroßen Tintenfass gleich, in das die sommerfrischelnden Vertreter seiner Zunft von ihren Domizilen am Ufer… Archiv weiterlesen →

2023 (10)

  • 17. Dezember Abtei St. Marienthal verkauft Bibliothek an Freistaat Sachsen
    Der Großteil der Drucke bleibt als Dauerleihgabe im Kloster, während Handschriften und Urkunden nach Leipzig und Dresden gehen. DRESDEN/OSTRITZ. Die Zisterzienserinnen-Abtei St. Marienthal im südostsächsischen Ostritz hat ihre Bibliothek an den Freistaat Sachsen verkauft: insgesamt rund 2700 Titel. Nach mehr als zwei Jahren Verhandlung sind dafür 5,5 Millionen Euro geflossen.
  • 07. Dezember Eidgenössisches Kanton war preußisches Fürstentum
    Mancher Bruch ist der Stadt am größten See auf schweizerischem Territorium widerfahren. Lebenswert blieb sie dennoch. NEUENBURG. Neuchâtel auf einen Nachmittag, wie wir es uns vorgenommen haben – das ist ein ambitioniertes Unterfangen; wir versuchen es dennoch und entsteigen dem Wagen am Ufer des gleichnamigen Sees in unmittelbarer Nachbarschaft des Hotels „Beau-Rivage“. „La Passerelle de… Archiv weiterlesen →
  • 30. November Ein Haus der polnischen Kultur
    Wenig bekannt ist das Dresdener Kraszewski-Museum. Dabei erinnert es an einen der produktivsten Schriftsteller aller Zeiten, viele andere – und taugt auch als Begegnungsort. DRESDEN. Als grünes Refugium, noch im Herbst, liegt es in der Großstadt: das einstige Anwesen des polnischen Schriftstellers Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887). Von 1873 bis 1879 lebte der produktivste Autor des Nachbarlandes… Archiv weiterlesen →
  • 17. Oktober Der Alltagsrezensent
    Vor 150 Jahren wurde der österreichische Journalist und Kritiker Alfred Polgar geboren WIEN/BERIN. Die Suche nach einem Hauptwerk wird als vergebliche enden. Alfred Polgar hat keines hinterlassen. Der spätere „Meister der kleinen Form“ erblickte vor 150 Jahren in der Wiener Leopoldstadt das Licht der Welt, am 17. Oktober 1873. Der Last, die solche Zuschreibung trotz… Archiv weiterlesen →
  • 01. September Mit Stift und Pinsel nach „Manhattan-Ost“
    Seit dem Kunststudium sind Jakob Gleisberg und Kristof Grunert befreundet. Lange schon ziehen sie sommers zeichnend übers Land – diesmal von Geithain über Wechselburg, Cossen, Rochsburg nach Burgstädt. WECHSELBURG/BURGSTÄDT. Blei- und Kohlestift, Tusche, ein paar Habseligkeiten – mehr packen der aus Görlitz stammende Leipziger Jakob Gleisberg und der Dresdener Kristof Grunert nicht ein, wenn sie… Archiv weiterlesen →
  • 31. August Am Schnittpunkt von Raum und Zeit
    Keltischen Ursprungs, war Besançon lange Zeit römisch, später reichsunmittelbar und liegt für viele deutsche Reisende doch nur am Weg gen Süden. Dabei hat die Stadt Aufmerksamkeit verdient. Als der Kulturhistoriker Wilhelm Hausenstein 1927 schrieb, sie lebe nach drei Seiten – der römischen, der deutschen und der französischen –, war ihr alter Name Bisanz noch ein… Archiv weiterlesen →
  • 27. Juli Der transalpine Brückenbauer
    Eine Biographie würdigt den großen Kulturvermittler Italiens, Reinhard Raffalt, zu dessen 100. Geburtstag. PASSAU/MÜNCHEN/ROM. Am 16. Juni 1976 starb mit Reinhard Raffalt der Deuter romanischer Welt in bundesrepublikanischer Nachkriegszeit. Er stand
  • 13. Juli Mehr als der Ort einer einst berüchtigten Haftanstalt
    Ein Gewirr von Giebeln, Türmen, Zinnen: Wer Bautzens Schönheit und Vielfalt zu erspüren sucht, sollte sich Zeit nehmen für die über der Spree sich erhebende, weithin barocke Altstadt auf mittelalterlichem Grundriss. BAUTZEN. Nur wenige ahnen, dass sich in Bautzen weit mehr auftun lässt als die wichtige Gedenkstätte der einst berüchtigten DDR-Haftanstalt. Während Görlitz längst scharenweise… Archiv weiterlesen →
  • 01. Juni Als Flaneur an der Donau
    Wo ist Wien zu finden; was macht es aus? Das hängt davon ab, was man sucht. Ein Spaziergang. WIEN. Wien! „Wer die Stadt nennt“, schrieb Helmuth Burgert 1937, „hört einen Geigenton mitschwingen.“ Als wir uns am Tag nach Christi Himmelfahrt den Weg vom Frühstück im ehrwürdigen Café Prückel über die Wollzeile in die Stadt bahnen,… Archiv weiterlesen →
  • 17. Februar Von BMW ins Kloster
    Sie hatte alles, wovon viele Menschen träumen: eine gute Anstellung, eine schöne Wohnung, ein schnelles Auto. Doch Iris Buttala fand darin keine Erfüllung und wählte einen andern Weg. MARIENTHAL. Fassungslos seien ihre Eltern gewesen. Die Mutter wähnt sie in einer Midlife-Crisis. Arbeitskollegen reagieren nicht anders. „Hätte ich eine Bank ausgeraubt“, so Schwester Maria Mechtild Buttala… Archiv weiterlesen →

2022 (4)

  • 28. Dezember Vor 100 Jahren auf Schlössertour durch Mittelsachsen
    Artur Henne hat zwischen den Weltkriegen zu den bekanntesten Radierern Sachsens gezählt. Während die Ansichten aus dem Osten des Freistaats von dem in seiner Wahlheimat Liebstadt vor 60 Jahren verstorbenen Künstler nach wie vor präsent sind, gilt es, jene um Penig, Rochlitz oder Augustusburg entstandenen erst wiederzuentdecken. ROCHLITZ/KRIEBSTEIN. Vor knapp 20 Jahren, zum 40. Todestag,… Archiv weiterlesen →
  • 12. Dezember „Ich mache weiter, solange ich kann.“ Zum 75. Geburtstag des Dresdener Antiquars Claus Kunze
    DRESDEN. Im Herbst des Jahres 1990, noch vor der Deutschen Wiedervereinigung, war es so weit: Claus Kunze konnte im Dresdener Stadtteil Loschwitz sein Antiquariat eröffnen. Endlich! Endlich deshalb, hatte er doch jahrelang immer wieder vergeblich beim Rat der Stadt, Abteilung Handel und Versorgung, einen Gewerbeschein beantragt. „Man wollte in der DDR keine private Konkurrenz für… Archiv weiterlesen →
  • 27. April Das Abendland ist Thema – nur wenige interessiert es
    Der frühere CSU-Politiker und Politikwissenschaftler Hans Maier hat in der Bergakademie Freiberg an einen ihrer bedeutendsten Studenten erinnert: den Dichter Novalis, dessen 250. Geburtstag ansteht. Nur drei Dutzend Zuhörer waren gekommen. FREIBERG. Was würde Novalis, der vor rund 220 Jahren an der Bergakademie studiert hat, Europa heute ins Stammbuch schreiben? Das fragte der Politikwissenschaftler Hans… Archiv weiterlesen →
  • 04. Januar Kenntnisreich, von freudigem Ernst: Der Japanologe Joachim Glaubitz ist gestorben
    Der seit 1996 in Chemnitz-Euba heimische Ostasienwissenschaftler Joachim Glaubitz ist tot. 92-jährig starb er, der führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft beriet und das Goethe-Institut in Tokio geleitet hat, am 9. November 2021 nach kurzer Krankheit in Chemnitz – Rückschau auf ein langes Leben anhand eines Interviews aus dem Jahr 2014. CHEMNITZ. Der erste Kontakt… Archiv weiterlesen →

2021 (5)

  • 28. August Autorenlesung mit dem Berliner Schriftsteller Marco Kunz in Bautzen
    BAUTZEN/BERLIN. Am Sonntag, 5. September 2021, 17 Uhr, liest der Schriftsteller Marco Kunz in Bautzen aus seinem neuen historischen Roman „Konstantin. Der Kaiser und sein Gott“. 1974 geboren und in Berlin lebend, veröffentlichte der Romancier und Lyriker bereits in namhaften Verlagen und kommt auf Einladung
  • 18. März Ein Jahrhundertzeuge schaut zurück
    Der 96 Jahre alte Kunsthistoriker Hans Joachim Neidhardt, der Capar David Friedrich und die Romantiker in der DDR aus der Schmuddelecke holte, hat seine Memoiren vorgelegt. Sie entfalten einen weiten Blick auf das wechselvolle 20. Jahrhundert. DRESDEN/LEIPZIG. Der 1925 in Leipzig-Gohlis geborene, in Dresden heimische und
  • 12. Februar Ein neuer Pfarrer für Großschirma
    Justus Geilhufe tritt die Nachfolge Lüder Laskowskis an. Er wird auch für Groß- und Kleinvoigtsberg sowie Rothenfurth zuständig sein, am Freiberger Dom predigen und als Studentenseelsorger der Bergakademie arbeiten. GROSSSCHIRMA/FREIBERG. Zu übersehen ist er nicht, der gebürtige Dresdener Justus Geilhufe, der sein zweijähriges Vikariat in Oederan beendet hat und neuer evangelisch-lutherischer Pfarrer für Großschirma, Groß-… Archiv weiterlesen →
  • 06. Februar „Und zwar im Besonderen im Sinne der neuen Zeit“
    Ein im Leipziger Stadtarchiv überlieferter Lebenslauf aus dem Jahr 1945 gibt Aufschluss über das damalige Wirken des heute weithin vergessenen Holzschnittmeisters Leopold Wächtler, der vor 125 Jahren in Penig geboren wurde. Währenddessen wird eine Ausstellung seiner Kunst wahrscheinlicher. PENIG/LEIPZIG. Das bislang kaum erforschte Leben des Künstlers Leopold Wächtler (1896-1988) nimmt nach neuen Recherchen Konturen an.… Archiv weiterlesen →
  • 26. Januar An seinem 125. Geburtstag ist der Meister vergessen
    Im Herbst 1896 ist in Penig mit Leopold Wächtler ein später über Sachsen hinaus angesehener Scheren- und Holzschnitt-Künstler geboren worden. Noch immer werden seine Werke antiquarisch gehandelt, doch in seiner Geburtsstadt erinnert wenig an ihn. Ob sich das ändert? Eine Spurensuche. PENIG/LEIPZIG. Er hat sie alle porträtiert – Komponisten, Schriftsteller, Wissenschaftler, Philosophen, einen Diktator: Bach,… Archiv weiterlesen →

2020 (11)

  • 12. November Der katholische Beitrag zum Christlichen Friedensseminar Königswalde – eine Skizze für die Jahre bis 1989
    „Hoffnung“, hatte Václav Havel einst gesagt, „ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“[1] Diese Hoffnung hat viele Menschen, die in der DDR mit der gesellschaftlich-politischen Wirklichkeit unzufrieden waren, angetrieben – auch im Südwesten des heutigen Freistaats Sachsen, im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt, Kreis Werdau.… Archiv weiterlesen →
  • 13. August Keine Verpackung ist keine Lösung
    Kunststoff war schon abgeschrieben. Doch den Wert einer guten Hülle macht nicht nur das Coronavirus deutlich. Ein Freitaler Unternehmen will die Herstellung optimieren. FREITAL. Seit Jahren drängen Kunden und Politik Konsumgüterindustrie und Einzelhandel zu Produkten, die bestenfalls ohne Verpackung auskommen – der Umwelt zuliebe. Wo dies nicht möglich ist, zum Beispiel aus hygienischen Gründen, sollen… Archiv weiterlesen →
  • 16. Juli Der Kapitän aus dem Erzgebirge
    In Aue aufgewachsen, gehört Sven Spielvogel zur CDU-Generation Ministerpräsident Michael Kretschmers. Doch politisch aktiv ist er nicht mehr. Stattdessen hat der Immobilienunternehmer im Herbst die Werft der ins Straucheln geratenen Raddampferflotte in Dresden gekauft. Dabei soll es nicht bleiben. AUE/DRESDEN. Wäre Sven Spielvogel den Weg gleichaltriger Parteikollegen gegangen, säße er nun womöglich auch im Land-… Archiv weiterlesen →
  • 18. Juni Katholische Grenzfragen
    Auch Sachsen musste nach dem Zweiten Weltkrieg Gebiet abtreten. Das ist heute kaum mehr bekannt – ebenso wenig, dass davon die Kirchenstrukturen betroffen waren. Eine neue Studie ruft die Umstände in Erinnerung. ZITTAU/DRESDEN. Tief hat sich der 22. Juni 1945 ins Gedächtnis der Bewohner des östlich der Lausitzer Neiße gelegenen „Zittauer Zipfels“ einst eingegraben. Ein… Archiv weiterlesen →
  • 06. Juni Einstiger Karl-Marx-Städter Studentenseelsorger gestorben
    Am Pfingsttag ist Propst Günter Hanisch gestorben, der in der Zeit des Baus der Berliner Mauer prägende Jahre an der Chemnitz verbracht hat. Die spätere Arbeit des gebürtigen Leipzigers, der sich bleibende Verdienste in der Friedlichen Revolution erworben hat, erregte in den 1990er-Jahren bundesweit Aufmerksamkeit, da sie das schwierige Verhältnis Kirche-DDR verdeutlicht. CHEMNITZ/LEIPZIG/DRESDEN. Günter Hanisch,… Archiv weiterlesen →
  • 26. April Ein beinahe vergessener Bistumspatron
    Das große Leid der Menschen südlich der Alpen in der Corona-Pandemie lässt auch viele hierzulande nicht kalt. Doch kaum bekannt ist: Freiberg weist wie keine andere Stadt in der Diözese Dresden-Meißen Bezüge zu einem Norditaliener auf, der nicht nur ein auch unter Katholiken kaum bekannter Fürsprecher ist, sondern nach dem in der Silberstadt etwa der… Archiv weiterlesen →
  • 11. April Schätze aus alten Kirchenbüchern
    Keiner kennt sie mehr – doch nun ruft Klaus Röberts Arbeit Hunderte meiner Vorfahren bis in die 16. Generation in Erinnerung. Dank des einstigen Langenhessener Pfarrers liegen 500 Jahre Familiengeschichte aus der Region Werdau/Zwickau vor – zusammengetragen aus Tauf-, Trau- und Sterberegistern. Ein Streifzug durch Zeiten und Sitten. LANGENHESSEN/SCHÖNFELS. Schriftsteller, Adel, „verdiente Ärzte des Volkes“… Archiv weiterlesen →
  • 26. März Pfarrer: Die Lage trifft das Herz der kirchlichen Arbeit
    Die Auswirkungen durch Coronavirus und Schutzmaßnahmen sind für Gläubige gravierend: keine Gottesdienste, Andachten, Kreise, Ausfahrten. Für Katholiken ist gar die Sonntagspflicht ausgesetzt. Geistliche Impulse kommen nun per E-Mail, Whatsapp, Telefon. FREIBERG/FLÖHA/PENIG. Die Pest hat Oberammergau einst nicht verschont. So gelobten die Bürger, regelmäßig dem Leiden und Sterben Jesu
  • 28. Februar Runter vom Gas!
    Konservative wollen sich dem gesellschaftlichen Wandel nicht verweigern, ihn aber verlangsamen, steuern. Ein neuer Sammelband, herausgegeben vom Dresdener Repräsentanten der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Joachim Klose, und dem einstigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, gibt Aufschluss darüber, wie. DRESDEN. Was ist konservativ, wer, wozu? Woran lässt sich konservative Politik ablesen? Seit selbst der einst dem Maoismus nahestehende baden-württembergische Grünen-Ministerpräsident Winfried… Archiv weiterlesen →
  • 25. Februar Der Kandidat mit Freiberger Wurzeln
    Ende Februar wählt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens einen neuen Bischof. Andreas Beuchel, Superintendent in Meißen, hat seinen Hut in den Ring geworfen und frühe Wurzeln in Freiberg – eine Rückschau, 30 Jahre nach der Deutschen Wiedervereinigung. FREIBERG/DRESDEN. Zehn gute Jahre sind es gewesen, sagt Andreas Beuchel über seine Zeit an der Freiberger Polytechnischen Oberschule (POS)… Archiv weiterlesen →
  • 16. Februar Verkauft, doch weiter unsaniert
    Jahrelang wollte das Domkapitel St. Petri zu Dresden den früheren Sommersitz in Schirgiswalde bei Bautzen mangels Verwendungsmöglichkeiten veräußern. Nun ist es, kurz vor einem wichtigen Jubiläum, gelungen – unklar bleibt vorerst, an wen. SCHIRGISWALDE/DRESDEN. Wie erst jetzt öffentlich wurde, hat das Domkapitel St. Petri zu Dresden seine frühere, auch als sächsisches Castel Gandolfo bekannte Sommerresidenz… Archiv weiterlesen →

2019 (16)

  • 05. Dezember Auf die Autorität verweisen
    Vor 65 Jahren starb der heute weithin vergessene katholische Publizist Waldemar Gurian. Es lohnt, das Werk des gebürtigen St. Petersburgers neu zu entdecken. DRESDEN/BONN. Das Diktum vom „Kronjuristen des Dritten Reiches“, mit dem der Publizist Waldemar Gurian im Oktober 1934 den Staatsrechtler Carl Schmitt belegte, nachdem dieser die von Hitler angewiesenen Massenerschießungen ohne Gerichtsverfahren vom… Archiv weiterlesen →
  • 25. November Der Osten ist kein defizitäres Beitrittsgebiet
    Der Journalist Johann Michael Möller erkundet eine „politische Himmelsrichtung“ und begibt sich dabei auf die Spuren einer Sehnsucht nach kultureller Selbstbehauptung und der Wiedergewinnung der eigenen Vergangenheit – 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution in den nicht mehr neuen Bundesländern wie auch jenseits von Oder und Neiße. DRESDEN. Die Hoffnungen, mit denen der Osten nach… Archiv weiterlesen →
  • 31. Oktober Leben am Toten Meer
    Das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz zeigt die Sonderausstellung „Leben am Toten Meer“. Ein thematisch derart ausgreifendes Panorama der Region mit herausragenden Leihgaben hat es in Europa noch nicht gegeben. CHEMNITZ. Als Sabine Wolfram vor sechs Jahren nach Israel reist, um über die Geschichte der jüdischen Kaufhausdynastie Schocken zu forschen, machte ihr Barack Obama,… Archiv weiterlesen →
  • 24. Oktober „Mein Bild von Europa hat mit der aktuellen Organisationsform wenig zu tun“
    FRANKFURT/DRESDEN. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls blickt der Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach zurück und voraus: wo und wie er den Mauerfall 1989 erlebte und die Jahre seit der deutschen Wiedervereinigung. Außerdem gibt der 68 Jahre alte Büchner- und Kleistpreisträger Auskunft darüber, was für ihn Europa mit der Europäischen Union zu tun hat und welche Rolle
  • 16. September Aus einer andern Welt
    Der Büchnerpreisträger Martin Mosebach las im Dresdner Kulturpalast aus seinem beklemmenden Reisebuch über koptische Martyrer. DRESDEN. Über ein ernstes Thema hat der Frankfurter Schriftsteller, Büchner- und Kleistpreisträger Martin Mosebach am Freitagabend im Dresdner Kulturpalast gesprochen: den Tod von zwanzig Ägyptern und einem Ghanaer – allesamt Christen, bis auf jenen einen ihrer Herkunft nach Kopten. Sie sind… Archiv weiterlesen →
  • 14. September Von Veronika Bellmann zur Alternative, die keine wurde
    Dirk Czaja hat lange für die Abgeordnete gearbeitet. Nach der Bundestagswahl ging er zu einem AfD-Neuling, verließ im Streit mit dem mittelsächsischen CDU-Kreischef seine damalige Partei. Nun ist er wieder bei der alten Chefin, schließt eines aber aus. FREIBERG/BERLIN. Wen die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann in ihren Mail- und Presseverteiler aufgenommen hat, der konnte
  • 19. Juli Dem Erbgut des Adels auf der Spur
    Vor Jahren haben Münchener Forscher auf dem Erdmannsdorfer Friedhof in Mittelsachsen Gräber geöffnet. Seither laufen molekulargenetische Untersuchungen. Warum – und was wurde bislang herausgefunden? Eine lange Geschichte, die ihren Ursprung unweit von Ingolstadt hat. ERDMANNSDORF/MÜNCHEN. Als im Juni 2013 ein Team von Münchner Medizinern auf dem Erdmannsdorfer
  • 27. Juni „Man darf kein Publikum unterschätzen“
    AUGUSTUSBURG/BERLIN. Schon vor zwei Jahren ist die Soloviolinistin Liv Migdal auf der Waldbühne in Augustusburg (Kreis Mittelsachsen) aufgetreten und wurde seinerzeit euphorisch vom Publikum gefeiert. In Aue war sie in dieser Saison bei der Erzgebirgischen Philharmonie zu hören.
  • 21. Mai Der Leuchtturm
    Justus Geilhufe ist 2,02 Meter groß, 28 Jahre jung und durchläuft seit Herbst in Oederan seine Ausbildung zum Pfarrer. Nur rund ein Viertel der Sachsen sind Christen. Was treibt ihn an? OEDERAN/FREIBERG/GERINGSWALDE. Die Schuhe sind blank geputzt, dazu Hemd und Jackett, den Schal darüber lässig um den Hals geschlungen – so grüßt er herzlich mit… Archiv weiterlesen →
  • 10. Mai Nach Eklat: Katholiken im Dialog mit sächsischem Linke-Fraktionschef
    Wie viel Kirche braucht das Land? Darüber ist auf dem „Sachsen-Sofa“ in Schloss Rochlitz diskutiert worden. Ohne einen Streit im Januar hätte es die Veranstaltung wohl nicht gegeben. ROCHLITZ. Dass nun in der mit knapp 50 Gästen gut gefüllten Fürstenstube des Rochlitzer Schlosses Rico Gebhardt, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei im Sächsischen Landtag, Pater Ansgar Orgaß, Benediktinermönch… Archiv weiterlesen →
  • 23. April „Dass wir alles gut überstanden haben, war ein Wunder“
    WECHSELBURG/MARBELLA. 2710 Kilometer und 26 Stunden Autofahrt sind es von Wechselburg, wo Rudolf Graf von Schönburg im September 1932 auf dem Schloss seiner Familie geboren wurde, nach Marbella, der nahe Gibraltar gelegenen spanischen Stadt am Mittelmeer. Dort lebt er seit 1956. Elf Jahre zuvor floh der damals Zwölfjährige mit Geschwistern und Mutter vor der Roten… Archiv weiterlesen →
  • 12. April Vom tanzenden Faun und der Brikettgabel
    Schloss Rochsburg zeigt Kunstwerke, einige 500 Jahre alt, deren Präsentation andere Museen ablehnten: Die ab 13. April zu sehenden Stücke sind von Zeit, Mensch und Natur teils arg geschundene. Daraus aber erwächst ihre Kraft. ROCHSBURG. Das Antlitz des Bischofs ist entzweit. Von der Mitra, der Bischofsmütze, über die Stirn, dann rechts der Nase hinab
  • 06. April „Das gab es bei den Medici und auch bei den Einsiedels“
    Die einen malten, die andern kauften die Bilder – zwei Generationen hielt das ungewöhnliche Verhältnis zwischen der von den Wettinern geadelten Künstlerfamilie Vogel und den Grafen von Einsiedel. Eine vom Berliner Kunsthistoriker Gerd-Helge Vogel kuratierte Ausstellung auf Schloss Wolkenburg setzt es in Szene. WOLKENBURG. Beinahe vierzig Ölgemälde, Kohlezeichnungen, Grafiken, dazu Dokumente zeigt die am Donnerstagabend… Archiv weiterlesen →
  • 14. März Als der Graf katholisch wurde
    Vor 150 Jahren konvertierte der protestantische Carl von Schönburg-Glauchau. Ein langer, hart geführter Kulturkampf folgte, der über Sachsen hinaus beträchtliches Aufsehen erregte. WECHSELBURG. „Graf unter Polizeischutz“, Kontroversen in der sächsischen Presse, von der römischen „ungebührlich aufgebauscht“, „erhebliche Unruhe in konservativen protestantischen Adelskreisen“, Untertanen verweigern Kirchengebet – so lauten
  • 04. Februar „Verpiss Dich aus unserm Bezirk!“
    Gehören Juden heute zu Deutschland? Das fragt ein in Berlin aufgewachsener Israeli in seinem neuen Buch. Wegen des Antisemitismus in der Hauptstadt wanderte er einst aus. DRESDEN/ZWICKAU. In Leipzig, Zwickau, Dresden, Bad Muskau ist der 41-Jährige im Herbst auf Lesereise gewesen. Arye Sharuz Shalicar, in Göttingen geborener und in Berlin-Spandau und -Wedding
  • 23. Januar Alles, was jüdisch ist
    Der Verlag Hentrich & Hentrich, spezialisiert auf jüdische Kultur und Geschichte, ist ein Unikum im deutschen Sprachraum, sagt dessen Chefin. Nun ist er von Berlin nach Leipzig gezogen. LEIPZIG. Zwei helle Räume, tiefe Fenster und Schreibtische, darauf Computer und die Wände dicht bestückt mit Regalen voller Bücher – so sieht es aus, das neue Leipziger… Archiv weiterlesen →

2018 (21)

  • 20. November Gegen Gesprächsverbote und „Proll-Hass als Elitensport“
    Der Politologe Jan-Werner Müller hat in Dresden vor Fallen im Umgang mit Populisten gewarnt; eine Kollegin hielt der sozialwissenschaftlichen Zunft den Spiegel vor. DRESDEN. Wer über „Populismus“ spricht, kann die Schriften des an der amerikanischen Universität Princeton forschenden Jan-Werner Müller kaum ausklammern. Die spätestens seit Pegida, AfD und Trump-Präsidentschaft dauererregte Debatte über den Charakter derartiger… Archiv weiterlesen →
  • 15. November Weltkulturerbe auf Katholisch
    Die ehemalige Stiftskirche in Wechselburg ist als erste jenseits Berlins in Ostdeutschland zur „Basilica minor“ erhoben worden. Was bedeutet das? WECHSELBURG. Seit dem 18. Jahrhundert wird der Ehrentitel „Basilica minor“ von den Päpsten in Rom an besondere Kirchen weltweit verliehen – nun auch an die frühere Wechselburger Stifts- und heutige Pfarr-, Kloster- und Wallfahrtskirche „Heilig… Archiv weiterlesen →
  • 01. November Radikale im Namen des Herrn
    DRESDEN. Die Anzahl der Christen nimmt in Deutschland zwar ab. Laut der Publizistin Liane Bednarz, Autorin des Buches „Die Angstprediger“, gibt es unter ihnen indes einflussreiche Rechte, die in Parteien und Kirchen aktiv sind und vor „Islamisierung“, „Ehe für alle“ oder „Genderwahn“ warnen. Ein Gespräch über aktuelle Entwicklungen. Unter Christen dürften Rechte, die Sie von… Archiv weiterlesen →
  • 15. Oktober Mit punktgenauer Hitze gegen Plastikberge
    Die Verpackungsindustrie wollte sie anfangs nicht. Deshalb haben Forscher mit ihrer Kunststofftechnologie die Firma Watttron gegründet – und eine andere Branche ins Boot geholt. FREITAL. Wie sich der Kunststoffverbrauch verringern lässt, ist eines der Forschungsfelder der Verpackungsindustrie. Das dachten sich vor Jahren vier Wissenschaftler in Dresden. Doch weit gefehlt: Denn als die seinerzeit am dortigen
  • 05. Oktober Sachsen, immer wieder Sachsen – warum?
    Der Osten ist in aller Empörten Munde und Sachsen besonders, seit nach der Tötung eines Familienvaters, mutmaßlich durch Asylbewerber, am Rande des Chemnitzer Stadtfestes nicht nur demonstriert, sondern auch Gewalt auf die Straße getragen wurde – Ideenkreise zu einer seit Jahren andauernden Debatte. CHEMNITZ/DRESDEN. Es ist in der Tat empörend, wenn ein Mensch gewaltsam stirbt und… Archiv weiterlesen →
  • 21. September Suchen nach Beckett
    Monatelang hat der spätere Literaturnobelpreisträger 1936/37 Deutschland durchstreift – eine deutsche Ausgabe der Reisetagebücher fehlt aber noch. Bekannt ist, dass er in Leipzig und Dresden war. Seine Übersetzerin gab nun mehr preis über den Aufenthalt in Sachsen. FREIBERG/BREITUNGEN. Sechs Monate lang ist der seinerzeit noch unbekannte Samuel Beckett vom Herbst 1936 an durch Deutschland gestreift,… Archiv weiterlesen →
  • 20. September Die vergessenen Opfer
    In der DDR gab es Zwangsadoptionen, die jahrzehntelanges Leid über Betroffene brachten. Vielfach hält es weiter an – die Politik will die Fälle besser aufarbeiten lassen. LEIPZIG/BERLIN. Was der Leipziger Andreas Laake erlebt hat, kann sich kein Drehbuchautor ausdenken. In der Nacht auf den 11. April 1984 will der in der DDR unangepasste 23-Jährige mit… Archiv weiterlesen →
  • 20. September Ausschluss aus dem „geschützten Raum“
    Die Dresdener Buchhändlerin Susanne Dagen ist bei einem Workshop im Hygiene-Museum unerwünscht, wohl wegen ihrer politischen Einstellung. DRESDEN. Zuhören wollte sie – durfte aber nicht: die Dresdener Buchhändlerin Susanne Dagen. Am letzten Tag der seit Montag unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung im Hygiene-Museum in Dresden
  • 30. August Domkapitel sucht Käufer für sächsisches Castel Gandolfo
    Die einstige Sommerresidenz hoher katholischer Würdenträger ist mit historischen Panoramatapeten einer Manufaktur von Weltrang ausgestattet. Doch die Kirche will das südlich von Bautzen gelegene Sankt-Pius-Haus verkaufen. SCHIRGISWALDE. Seit dem Jahr 2006 sind die Lichter aus im barocken Sankt-Pius-Haus in Schirgiswalde. 14 Kilometer südlich von Bautzen gelegen, erhebt sich inmitten von 10.800 Quadratmetern Park mit altem… Archiv weiterlesen →
  • 16. August „Der Islamische Staat hat Modellcharakter“
    DRESDEN. Der Politologe Erik Fritzsche im Gespräch zu Aufstieg und Niedergang des Islamischen Staates (IS) und warum trotz des weitgehenden militärischen Sieges über die Miliz die Bedrohung fortbesteht. Jahrelang wurde die Berichterstattung über den Islamischen Staat im Norden des Iraks und im Osten Syriens von dessen beispiellosem
  • 19. Juli „Ohne die USA kann Europa nicht verteidigt werden“
    CHEMNITZ. Da Amerika seine Schwerpunkte verlagert, muss Deutschland seine Rolle in der internationalen Politik neu bestimmen. Ist das Land dazu angesichts von Migration und Chinas Drängen nach Weltgeltung gewappnet? Ein Gespräch mit der Politologin Beate Neuss. Donald Trump interessiert sich nicht für Europa. Was diejenigen gut finden, die den amerikanischen Einfluss kritisieren, treibt anderen Sorgenfalten… Archiv weiterlesen →
  • 07. Juli Nah an den Menschen
    Was Mittelsachsen über ihren Landkreis sagen, der vor zehn Jahren gegründet worden ist. Heute: Pater Ansgar, Benediktinermönch und katholischer Pfarrer von Wechselburg und Burgstädt. WECHSELBURG. 25 Jahre ist Pater Ansgar im August in Wechselburg zu Hause, mit wenigen Unterbrechungen – etwa für sein Theologiestudium Anfang der 1990er-Jahre. Seit 2010 leitet der Benediktinermönch die hiesige katholische… Archiv weiterlesen →
  • 28. Juni Als die LPG das Kloster abreißen wollte
    Im südwestsächsischen Frankenhausen machen sich Bürger seit 1985 für den Erhalt eines Kleinods stark, das zur Pilgerherberge ausgebaut werden soll. Dabei sollte es in der DDR zunächst einer Großküche weichen. FRANKENHAUSEN. Bis die Pilgerherberge an einem der Ausläufer des sächsischen Jakobswegs bezugsfertig ist, geht noch Zeit ins Land, sagt Lutz Kretzschmar, während er vor dem… Archiv weiterlesen →
  • 06. Juni Die eine Welt als Fluchtpunkt
    Die toskanische Stadt Siena birgt in ihrem Palazzo Pubblico ein epochales Wandbild, dessen politische Botschaft bis in die Gegenwart weist. Der Historiker Patrick Boucheron hat das sogenannte Fresko der Guten Regierung nun neu gedeutet. Was hat es uns heute zu sagen? SIENA. Der amerikanische Politologe Francis Fukuyama war es, der mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion… Archiv weiterlesen →
  • 05. Juni Wandeln zwischen Welt und Wut
    DRESDEN. Warum schlug dem „Bürger“ hierzulande oft Skepsis entgegen, und wie steht es heute um ihn als politischem Akteur? Ein Gespräch mit dem Dresdener Politologen Maik Herold. Bei Demonstrationen wie denen von Pegida und deren Gegnern nehmen Teilnehmer beider Lager für sich in Anspruch, ein Bürgerrecht auszuüben: politisch tätig zu sein. Die Diskussion zwischen den… Archiv weiterlesen →
  • 30. Mai Gott suchen, wo er nicht vermisst wird
    Vor 850 Jahren ist die Basilika im sächsischen Wechselburg geweiht worden. Lettner und Triumphkreuzgruppe sind von überregionaler kunsthistorischer Bedeutung. Wenn nun das Jubiläum gefeiert wird, so auch die Wiederbesiedlung des einstigen Stifts durch Benediktiner vor 25 Jahren in einem Landstrich mit wenigen Christen. WECHSELBURG. Auf einem Bergsporn über einer Flussschleife der Zwickauer Mulde, inmitten von… Archiv weiterlesen →
  • 17. April Was ist konservativ, was rechts? Chemnitzer Politologen im Gespräch: Teil II
    CHEMNITZ. Konservative Wissenschaftler, Publizisten, Intellektuelle haben nach dem Zweiten Weltkrieg in der frühen Bundesrepublik den Neuanfang gewagt, auf den sie in der DDR keinen Einfluss hatten. Ein Gespräch (Teil I: hier) über Denktraditionen, die Abkehr davon und darüber, was das mit der Neuen Rechten zu tun hat – mit den Chemnitzer Politologen Frank Schale und Sebastian… Archiv weiterlesen →
  • 11. April Was ist konservativ, was rechts? Chemnitzer Politologen im Gespräch: Teil I
    CHEMNITZ. Konservative Wissenschaftler, Publizisten, Intellektuelle haben in der frühen Bundesrepublik den Neuanfang gewagt. Ein Gespräch (Teil II: hier) über Denktraditionen, ideologische Brüche und darüber, was das mit der Neuen Rechten zu tun hat – mit den Chemnitzer Politologen Sebastian Liebold und Frank Schale, die im Nachgang einer wissenschaftlichen Tagung zum Thema einen Sammelband publiziert haben.… Archiv weiterlesen →
  • 10. März Sie konnten nicht zusammenkommen
    Die in Dresden geborenen Schriftsteller Durs Grünbein und Uwe Tellkamp haben im Kulturpalast der Stadt über Meinungsfreiheit diskutiert. Die Atmosphäre war hitzig, das Interesse gewaltig. Was bleibt? DRESDEN. Die Organisatoren haben nichts dem Zufall überlassen wollen. Sogar Handzettel mit Verhaltensregeln, erstellt vom Kulturhauptstadtbüro der Stadtverwaltung als Veranstalter, werden vor der Diskussion ausgereicht, die sich dem… Archiv weiterlesen →
  • 08. Februar Wenn Konservative heimatlos werden
    Der Journalist Ulrich Greiner will Verständnis dafür, dass Demokratie kompliziert ist – und dabei auf den Wettstreit zwischen beiden Polen des politischen Spektrums angewiesen. BERLIN. Wo es Linke, Progressive gibt, muss es Rechte, Konservative geben dürfen – und sie müssen gleichberechtigt vernehmbar sein im öffentlichen Diskurs. Davon ist Ulrich Greiner, früher Feuilletonchef der „Zeit“, überzeugt.… Archiv weiterlesen →
  • 24. Januar Minderheit mit Wirkung
    Andreas Püttmann zeigt in einer kleinen, doch aufschlussreichen Studie: Katholiken fristen hierzulande keine Nischenexistenz – und das ist, zumal nicht mehr selbstverständlich, gut so. DRESDEN. Mehrheiten sind dumm, hat der Publizist Hans Conrad Zander geschrieben – und die Erklärung mitgeliefert: Denn eine Denken und Wahrnehmung betreffende Vormacht kennzeichne, “dass sie sich selber nicht infrage stellt“.… Archiv weiterlesen →

2017 (13)

  • 07. November Europa – trotz alledem?
    Der Politologe Claus Leggewie hat ein Buch wider die „autoritäre Welle“ und für ein Europa der Vielfalt geschrieben – denkwürdig und streitbar. BRÜSSEL. Migrationskrise, Reformstau, abgehängte Regionen – alle reden über Europa. Viele meinen dabei „Brüssel“, die EU-Institutionen, assoziieren Handlungsunfähigkeit, Überregulierung, schlechte Infrastruktur, während Trump „America first!“ skandiert oder Le Pen „France d’abord!“. Und dies bei… Archiv weiterlesen →
  • 03. November Sie lebte in der DDR, er in Südfrankreich – Brieffreunde begegnen sich nach knapp 60 Jahren erstmals
    44 Jahre lang hat Ute Loos an der Chemnitzer Musikschule Gitarre unterrichtet. In den 1950ern verband sie mit Claude Michel aus Südfrankreich eine Brieffreundschaft. Doch begegnet sind die beiden sich nie – bis ein Zeitungsartikel alles veränderte. CHEMNITZ/OBERGNEUS. 74 Jahre alt ist die gebürtige Hohenstein-Ernstthalerin Ute Loos mittlerweile, Claude Michel aus Milhaud in Südfrankreich
  • 19. September Die Unbekannte
    „Sie kennen mich!“, warb Angela Merkel vor vier Jahren um ihre Wiederwahl. Aber stimmt das? 22 Publizisten und Wissenschaftler gehen Politik und Person der Kanzlerin auf den Grund – multiperspektivisch und polemisch. BERLIN/MÜNCHEN. Angela Merkel – das ist die Frau ohne Kompass, die in der DDR Angepasste, nun autoritäre Parteivorsitzende, machtpolitisch zwar versierte, aber auch ideologisch-planwirtschaftlich
  • 01. August Zu Besuch in der Hostienbäckerei
    Gelebte Ökumene: Die Diakonissen in der Dresdener Neustadt zählen auch Priester zu ihren Kunden. DRESDEN. Seit dem Jahr 1866 backen die evangelischen Diakonissenschwestern in der Dresdener Neustadt Hostien. Die Bäckerei befindet sich inmitten eines weitläufigen Krankenhausgeländes mit Betreutem Wohnen und Kirche, nur
  • 01. Juli Heute wird Helmut Kohl beigesetzt – Was Sachsen mit ihm verbinden
    Für die einen war er der Kanzler der Einheit, andere hat der Tod des Schauspielers Bud Spencer vor einem Jahr mehr berührt. Eine nicht-repräsentative Umfrage. FLÖHA. Eigentlich redet Gunda Röstel, die frühere Bundessprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, seit ihrem Wechsel in die Wirtschaft vor 17 Jahren nicht mehr öffentlich über Politik. Bei Altkanzler Helmut Kohl, der… Archiv weiterlesen →
  • 28. Juni Das Schloss des Ministers
    Das Erdmannsdorfer Anwesen durchwehen 800 Jahre Geschichte. Heute aber liegt es im Dornröschenschlaf. Dabei brachte eine Besitzerfamilie den Schöpfer des Wörlitzer Parks hervor, aus einer anderen stammt Heinrich Schütz, und eine dritte mischte ganz oben in der Politik mit. ERDMANNSDORF. Einige Fantasie muss schon aufbringen, wer sich das heute baufällige Schloss im Augustusburger Ortsteil Erdmannsdorf… Archiv weiterlesen →
  • 03. Juni Volkswirt: „Häuser im Bauhausstil werden Problemimmobilien der 2030er-Jahre“
    CHEMNITZ/DRESDEN. Architektur schafft Lebensqualität – so lautet zumindest das Motto des Tages der Architektur Ende Juni in Sachsen. Doch in der Realität herrscht bei Ein- und Mehrfamilienhausneubauten seit Jahren der Bauhaustypus vor. Meist hat er große Fenster, eine weiße Fassade, dazu ein Flachdach. Ein Gespräch mit dem Volkswirt Friedrich Thießen von der TU Chemnitz, der mit seinen Mitarbeitern… Archiv weiterlesen →
  • 20. Mai Kapsel auf mittelsächsischem Dorfkirchturm gibt ideellen Schatz preis
    Die Hohlkugel unterhalb des Turmkreuzes in Erdmannsdorf ist bei der gegenwärtigen Sanierung geöffnet worden. Offenbar wurde dabei auch eine sprechende Erinnerung an die politischen Verhältnisse der frühen DDR-Jahre. ERDMANNSDORF. Nur wenige Tage ist es her, als Dachdecker, Angehörige der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde und Pfarrer Uwe Winkler einen kleinen Schatz aus der Kapsel unter dem Kirchturmkreuz in Erdmannsdorf… Archiv weiterlesen →
  • 27. April Luthers Retter buhlte um Chemnitzer Klosterpfründe
    Ohne die Benediktiner, die sich vor 874 Jahren auf dem heutigen Schloßberg niederließen, wäre die südwestsächsische Stadt damals nicht entstanden. Eine Tagung widmete sich nun der Abtei, um mehr als 400 Jahre vorreformatorischer Historie zu würdigen. Dabei sorgte ein Wissenschaftler ausgerechnet für einen kleinen Paukenschlag der Reformationsgeschichtsschreibung. CHEMNITZ. Was der Sprach- und Literaturhistoriker Christoph Fasbender… Archiv weiterlesen →
  • 01. April Der Revolutionär
    Wer Reform will, erneuert das Bestehende mehr oder weniger behutsam. Martin Luther aber stürzte Kirche, Politik und Gesellschaft seiner Zeit um – mit langanhaltenden Folgen, die auch im Jahr des Reformationsgedenkens nachwirken. DRESDEN. Martin Luther wollte keine Spaltung der Kirche, sondern sie reformieren. So lautet der Tenor bei Kirchenvertretern oder Politikern
  • 18. März Jesuit Bernd Hagenkord: Genialer Kommunikator auf dem Stuhl Petri
    Der Chef des deutschsprachigen Radio Vatikan berichtet in Dresden über seine Eindrücke des bisherigen Franziskus-Pontifikats. DRESDEN. Ein echter Vaticanisti ist im Diaspora-Bistum Dresden-Meißen selten zu Gast – jedenfalls, um öffentlich über Papst, Kurie und Kirche in Rom aus dem Nähkästchen zu plaudern. Diese Woche klappte es auf Einladung der Katholischen Akademie im Dresdener Sankt-Benno-Gymnasium, in… Archiv weiterlesen →
  • 16. März Der Populist, ein Demokrat?
    DRESDEN. Das Schlagwort vom „Populisten“ ist in aller Munde. Was den einen als selbstbewusster Ausweis von Volksnähe dient, verwenden andere gegen sie. Ein Gespräch mit dem Politologen Steven Schäller von der Technischen Universität Dresden über Freund-Feind-Denken auf beiden Seiten, das nur selten eine vorurteilsfreie Diskussion möglich macht. Wer die öffentliche Debatte verfolgt, muss zu dem… Archiv weiterlesen →
  • 27. Februar Das Schwarze Brett fürs Handy
    Nicht jeder Mitarbeiter hat Laptop oder PC am Arbeitsplatz. Erreichbar ist er dennoch – dank einer App der Chemnitzer Softwareschmiede Staffbase. CHEMNITZ. Das eigene Firmenlogo neben Whatsapp auf den Privat-Smartphones der Belegschaft – wie das geht? Die Antwort dürfte manchem Unternehmenschef auch Lösungen für andere Herausforderungen

2016 (15)

  • 28. Dezember Das Chemnitzer Buch der Bücher
    Um 1250 war Paris das geistige Zentrum der westlichen Welt. Dort lehrten die bedeutendsten Wissenschaftler – und machten sich einen neuen Buchtypus zunutze. Ein erhaltenes Exemplar ist das heute wertvollste Stück in der Bibliothek der südwestsächsischen Stadt, das kürzlich einen seiner seltenen öffentlichen Auftritte hatte. CHEMNITZ/DRESDEN. Albertus Magnus, Bonaventura und Thomas von Aquin – Namen,… Archiv weiterlesen →
  • 17. Dezember Süßer Westen
    Köln wie Aachen, nur eine halbe Zugstunde voneinander entfernt, bieten zu jeder Jahreszeit große Dome, Geschichte, Kultur. Jeder weiß das. Weniger bekannt sind die kulinarischen Seiten beider Städte. Eine Entdeckungstour. KÖLN/AACHEN. Wer nach Köln fährt, hat Deutschlands größte Kathedrale auf der Agenda oder schippert über den Rhein. Ist im Museum Ludwig aus
  • 02. November Ein zäher Patient
    Der Journalist Michael Angele hat ein Buch über Zeitungsleser geschrieben, die der papiernen Form den Vorzug geben. Und über das Zeitungssterben. Herausgekommen ist ein Plädoyer gegen inhaltliche Verflachung und das Vulgäre in Neuen Medien. CHEMNITZ. Eine Zeitung war Zugang zur Welt, ein Stück Heimat auch – bis hin zum raschelnden Geräusch beim Umblättern der Seiten… Archiv weiterlesen →
  • 18. Oktober Im „Future Lab“ des Journalismus?
    Wohin die Reise der Zunft geht, lässt sich gut in einer Nutzwert (Ex-„Ratgeber“)-Redaktion beobachten. Viele waren schon vorher da – während meines Gastspiels tauchten aber weitere, recht grundsätzliche Fragen auf. DRESDEN. Der Journalismus der Zukunft wird entweder für Leser, Hörer, Zuschauer von Nutzen sein – und zwar auf Euro und Cent bezifferbar. Oder er wird
  • 06. Oktober Sauber und vegan – aber auch gut?
    Nahrungsmittel ohne tierische Inhaltsstoffe liegen in Deutschland im Trend. Auch namhafte Körperpflegemittel-Hersteller drängen auf den Markt – mit teils überraschenden Produkten. DRESDEN/CHEMNITZ. Zahnpasta und Parfüm, Seife und sogar Kondome: So vielfältig ist die Auswahl tierfreier und ohne Tierversuche hergestellter Produkte mittlerweile. Das mag viele Kunden erstaunen – Carolin Fritzsche hat dafür
  • 28. September Alexander Gauland: Der Dom muss Dom bleiben
    Inhaltlich heiß, in der Form eher wohltemperiert haben am Dienstagabend der AfD-Vize und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, in Dresden miteinander über die „Angst ums Abendland“ gestritten. DRESDEN. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, ist zu einem Streitgespräch mit AfD-Bundesvize Alexander Gauland zusammengetroffen, nachdem das ZdK zum… Archiv weiterlesen →
  • 20. August Bestellt – getragen – zurückgeschickt
    Online-Händler greifen bei zu vielen Rücksendungen mitunter zu rigorosen Methoden. Doch auch Kunden sind oft dreist. CHEMNITZ/DRESDEN. Das Hemd beim Internet-Händler bestellen, dazu Hose oder Jackett – zur Sicherheit in drei, vier Größen auf einmal, damit eine passt. So sieht der Alltag aus im Online-Geschäft, das ohne Umkleidekabinen
  • 21. Juli „Der erste Reflex muss sein: sich in Sicherheit zu bringen“
    Nach dem Angriff eines Asylbewerbers auf Reisende in einem Zug bei Würzburg hat Michael Kunze mit dem Gewalt-Deeskalationstrainer und Polizeiausbilder Heinz Kraft gesprochen. Dabei ging es um die Frage, wie man sich in einer vergleichbaren Bedrohungslage verhalten soll und ob Deutschland noch sicher
  • 13. Juli Ein Hochhaus als Gesamtkunstwerk
    Das Chemnitzer Cammann-Gebäude ist nicht irgendeine Immobilie. Vom heute fast vergessenen Werkbund-Architekten Willy Schönefeld Mitte der Zwanziger entworfen, ist es als erstes Hochhaus der Stadt ein Ort, der Geschichte schrieb – wie die Firma, die hier einst residierte. CHEMNITZ. Überwältigend ist der Blick von einer der Dachterrassen im fünften und siebenten Stock. Für den einstigen… Archiv weiterlesen →
  • 13. Juli Lücken und Tendenzen statt Lügen und Gleichschaltung
    Der Leipziger Journalist und Politologe Uwe Krüger hat ein Buch geschrieben über die deutsche Medienlandschaft und deren Verhältnis zu Lesern, Hörern, Zuschauern. Es ist die Geschichte einer Vertrauenskrise mit vielfältigen Ursachen. CHEMNITZ. „Dass in den Medien gelogen wird, ist an der Tagesordnung“, schrieb mir kürzlich ein Freund. Endzwanziger und TU-Freiberg-Absolvent. Polyglott, intelligent, attraktiv. Keiner, der… Archiv weiterlesen →
  • 02. Juli Warum eine Christin in Chemnitz im Ramadan fastet
    Evangelisch ist sie und Studentin der Technischen Universität – und hält sich derzeit an die Gebote des islamischen Fastenmonats. Aus mehreren Gründen ist das eine Herausforderung. CHEMNITZ. Warum im Internet über den Islam schreiben, ausgerechnet im Fastenmonat Ramadan? Anonym. Obendrein von einer Studentin der TU Chemnitz, die nicht viel mehr von sich preisgeben will, als… Archiv weiterlesen →
  • 07. Mai Zeitung: Neumann-Studie angesichts aktueller Lage „geradezu prophetisch“
    CHEMNITZ. Die Chemnitzer Tageszeitung „Freie Presse“ hat Passagen des vom Herausgeber dieser Internetseite 2015 veröffentlichten Buches „Sigmund Neumann. Demokratielehrer im Zeitalter des internationalen Bürgerkriegs“ „angesichts der aktuellen Nachrichtenlage“ als „geradezu prophetisch“ bezeichnet. Ronny Schilder vergleicht in einem ganzseitigen Artikel im Kulturteil der Ausgabe vom 7. Mai 2016 die aktuelle politische Lage in Deutschland mit jener in… Archiv weiterlesen →
  • 12. Februar Alte Geister mit neuen Strategien
    Seit rund 100 Tagen regiert die Partei Recht und Gerechtigkeit in Polen – und ist dabei, die Institutionen umzubauen. Heute kommt die neue Regierungschefin Beata Szydlo zum Antrittsbesuch nach Berlin. Warum aber kritisiert die polnische Führung seit Monaten alte Eliten im eigenen Land, dazu die EU und Deutschland? CHEMNITZ. Sandra Kranich hat der Wahlsieg von… Archiv weiterlesen →
  • 22. Januar Leitartikel: Taktieren mit Folgen
    Über die geplanten TV-Debatten vor den Landtagswahlen dieses Jahres in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Die polnische Regierung hat sich zuletzt viel Kritik anhören müssen für ihren Umgang mit den Medien – auch aus Deutschland. Der Versuch, mehr als ohnehin schon mit einem neuen Gesetz auf die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen
  • 21. Januar Wichtigstes Rezensionsportal der deutschsprachigen Historiographie bespricht Neumann-Buch
    BERLIN/DRESDEN. Mario Keßler, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeitgeschichtliche Forschung in Potsdam, hat mein Buch „Sigmund Neumann. Demokratielehrer im Zeitalter des internationalen Bürgerkriegs“ (2015) besprochen. Er schreibt: „Das vorliegende Buch […] vermeidet aber zwei Hauptsünden mancher Doktorarbeiten: Sie ist nämlich angenehm knapp gehalten und so flüssig geschrieben

2015 (8)

  • 09. Dezember Nazi-Haft, Karriere im Sozialismus oder in Hessens Landesregierung – ein Gruppenporträt dreier Werdauer Arbeitersöhne
    Im Südwesten Sachsens ist die SPD längst eine Kleinpartei. Zur Zeit Gerhard Wecks, Lothar Rathmanns und Hans Krollmanns war das noch anders – NS- und Kommunismusopfer sowie Oberbürgermeister der eine, der zweite später Rektor der Leipziger Karl-Marx-Universität und der dritte stellvertretender Ministerpräsident Hessens. Einst waren sie alle Kinder aus einfachen Verhältnissen,
  • 16. November Bestrümpft, belatscht, behost? Gefiederte Geschichten
    Eine kleine Wissenschaft ist sie schon, die professionelle Geflügelzucht. Im südwestsächsischen Mannichswalde haben sich am Wochenende ihre Vertreter gemessen – ein zugewandt-ironischer Ortstermin. MANNICHSWALDE. Kennen Sie Walter Schwarz oder Martin Platzbecker? Nicht? Dabei haben die beiden den „großen Standard“ geschrieben: drei Bände Umfang – zusammen mehr als 800 Seiten, in Farbe und „ein Muss für… Archiv weiterlesen →
  • 07. November Eher ein Don Camillo als Hochwürden
    Seit einer Woche ist Ludger Kauder der neue katholische Pfarrer für Werdau, Crimmitschau und Fraureuth. WERDAU. Ludger Kauder kommt zwar nicht auf leisen Sohlen, dafür aber schnell zum Punkt. Etwa wenn der neue katholische Pfarrer für Werdau, Crimmitschau und die umliegenden Dörfer Sätze sagt wie: „Wir müssen offen für alle sein – auch auf die… Archiv weiterlesen →
  • 12. August DDR half bei Bergbau unter Kriegsbedingungen
    Dass sich die einst größte „Kolonie“ von DDR-Auslandsbürgern ausgerechnet im ostafrikanischen Mosambik befand, weiß heute kaum noch wer. Bei Thomas Klemm ist das anders. Er hat seit den 1970er-Jahren das Gemeinschaftsprogramm für die Steinkohlenförderung zwischen den beiden sozialistischen Ländern geleitet. Eine Erfolgsgeschichte?
  • 27. Mai Die Sehnsucht nach den „genialen Halbgebildeten“
    Nun sind auch sie tot: die Zeitdeuter und Weltversteher Günter Grass und Fritz Joachim Raddatz. Es bleibt eine Leerstelle, sagen Wissenschaftler – trotz des Altkanzlers und Ersatzintellektuellen Helmut Schmidt
  • 25. April Aus dem sächsischen Werdau ins kaiserliche Wien
    Längst ist der Künstler Ernst Graner an der Pleiße vergessen, dabei wurde er 1865 hier geboren. An der Donau, wo vor allem seine Aquarelle noch rege gehandelt werden, trägt gar eine Gasse seinen Namen
  • 21. Januar Klartext, bitte!
    Journalisten sollen präzise und verständlich schreiben. Oft gelingt ihnen das nicht (mehr). Weil die Zeit fehlt, eigene Texte zu überarbeiten, oder es an Fertigkeiten mangelt. Aber auch, weil sie mit der Sprache von Dritten umgehen müssen, die sie gern um Unklaren lassen. „Ständig“ stehen sie „unter dem Einfluss der Sprache anderer“, schreibt der Medienanalytiker Jürg… Archiv weiterlesen →
  • 02. Januar „Können Sie nicht Ihren Chef schicken?“
    Die DDR förderte berufstätige Frauen, jedoch nicht nur zur Gleichberechtigung. Ihre Arbeitskraft war dringend erforderlich. In welchem Zwiespalt sich dabei Unternehmerinnen befanden, zeigt eine neue Studie. CHEMNITZ. Irmgard Fuhrmann, Ulrike Kaufmann und die 2010 verstorbene Eleonore Vogel hatten eines gemeinsam: Sie kämpften auch in der DDR „in einer von Männern dominierten Welt“. Damit waren sie… Archiv weiterlesen →

2014 (9)

  • 27. Dezember Ideenhistorische Studie vorgelegt: Sigmund Neumann als Demokratielehrer
    Obwohl heute selbst in Fachkreisen vergessen, zählt der 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft emigrierte Historiker und Politikwissenschaftler Sigmund Neumann (1904 bis 1962) zu den Pionieren der vergleichenden Diktatur- und Parteienforschung. Der SPD nahestehend, rechnete sich Neumann wie seine berühmten Lehrer Alfred Weber und Karl Mannheim zu den Demokraten in Weimar, schätzte wissenschaftlich aber auch seinen… Archiv weiterlesen →
  • 09. November Trotz mancher Parallele: 2014 ist nicht 1989
    Nur weil viele Medien nicht mehr über die Demokratiebewegung in Hongkong berichten, bedeutet das nicht, dass dort jedes Engagement für mehr politische Teilhabe erstorben ist. Wer sich dafür einsetzt, lebt indes seit jeher vielerorts gefährlich – wie vor 1989 östlich des Eisernen Vorhangs. Dass es sich dennoch lohnt, Verantwortung zu übernehmen, zeigt der 9. November
  • 08. Oktober Matthias Schweighöfer
    … ist Schauspieler, Produzent, Regisseur und Synchronsprecher. Geboren 1981 in Anklam, wuchs er in Frankfurt an der Oder und in Chemnitz
  • 22. September In der Datenwolke wird es heiß
    Wo Computer arbeiten, entsteht Hitze. Die Firma Cloud & Heat aus Dresden hat eine Technik entwickelt, um damit Häuser mit Warmwasser und Heizenergie zu versorgen. Die vernetzten Rechner bilden eine
  • 04. Juli Unter Politikwissenschaftlern
    Auf einer prominent besetzten Tagung der Zunft in Chemnitz wurde weder an Selbstkritik gespart noch solcher gegenüber Politikern. Anlass war die Verabschiedung von Eckhard Jesse in den Ruhestand, der an der TU die Gründungsprofessur des Fachs innehatte. CHEMNITZ. Wie es um die deutsche Politikwissenschaft
  • 25. Juni Görlitz – Tokio – Euba
    Joachim Glaubitz war Statist am Görlitzer Theater, studierte bei Ernst Bloch in Leipzig und ging dann in den Westen. Er leitete das Goethe-Institut in Tokio und beriet nach seiner Rückkehr deutsche Politiker und Industrielle wie Berthold Beitz. Seit 1996 lebt der Japanologe in Chemnitz-Euba – und feierte kürzlich seinen 85. Geburtstag.  EUBA. Der Historiker Eberhard Jäckel hat das 20.… Archiv weiterlesen →
  • 31. Mai Warum Jesús im Tal der Müglitz arbeitet
    Was macht ein sächsischer Unternehmer, der kaum noch Mitarbeiter findet? Er stellt junge Spanier ein und kümmert sich um deren Integration. Dabei spielen Umarmungen und Fahrräder eine Rolle. DOHNA. Um das Jahr 1400 durchzog eine Blutspur
  • 12. Mai „Jeder kämpft für seine Region“
    Kreistagskandidaten Heinrich Douffet und Benjamin Karabinski über den demografischen Wandel und die Hausaufgaben in Mittelsachsen FREIBERG. Am 25. Mai wird der mittelsächsische Kreistag gewählt. Dazu Bilanz gezogen haben nun der älteste und einer der jüngsten Kreisräte aus der zu Ende gehenden Wahlperiode. Ein Gespräch mit Heinrich Douffet (CDU), der am Wahltag seinen 80. Geburtstag feiert,… Archiv weiterlesen →
  • 24. Februar So einfach wie mit dem iPad
    Jan Schiller und André Heller entwickeln in der Plavis GmbH leicht bedienbare Planungssoftware für mittelständische Unternehmen. CHEMNITZ. Flink wandern Jan Schillers Finger über einen Bildschirm, der sich durch Berührungen steuern lässt. Der heute 33-Jährige hat 2006 die Softwarefirma Plavis GmbH in Chemnitz gegründet. Sechs Jahre zuvor war der gebürtige Berliner zum

2013 (11)

  • 16. Dezember Aus dem Chemnitzer Osten in die Datenwolke
    Martin Böhringer und seine Mitstreiter arbeiten an unternehmensinternen Kommunikationsmedien. CHEMNITZ. Am Anfang stand die Cloud, die Datenwolke des Internets – „und ein Abbruchhaus im Chemnitzer Osten“, fügt Martin Böhringer hinzu. Dort nämlich fanden der 28-Jährige und seine drei Mitstreiter zunächst Unterschlupf, als sie im
  • 09. Dezember Lichtblick auf Dreizehngrad
    Alexander Paul Finke und Jörg Zinser verkaufen Holzfurnierleuchten. DRESDEN. Der eine kam aus Greifswald im Nordosten Deutschlands, der andere aus Freudenstadt im Südwesten – getroffen haben sich beide nicht ganz auf halbem Wege, aber fast, nämlich in Dresden. Auf dem dreizehnten Längengrad noch dazu, denn auf ihm liegt die Stadt, die der jungen Firma bei… Archiv weiterlesen →
  • 02. Dezember Auf Öl gebaut
    ASTANA. In vier Jahren wird die Welt auf Kasachstan blicken. Daran arbeitet jedenfalls Talgat Ermegiyaev. Er hofft und bangt darum, dass das auch gelingt. Der frühere Tourismusminister organisiert die Expo 2017. Drei Monate lang soll
  • 15. November „Ich habe nie das Gefühl gehabt, der Arbeit müde geworden zu sein“. Die Ursula-Peter-Schülerin Ute Loos ist in den Ruhestand getreten
    CHEMNITZ. Sie hat die jüngere Chemnitzer Musikgeschichte wesentlich mitgeprägt. Und auch wenn Ute Loos das Urteil über sich gern anderen überlässt, sprechen die Fakten eine klare Sprache: Die gebürtige Hohenstein-Ernstthalerin verbrachte 44 von 47 Jahren ihres Berufslebens als Lehrerin für Klassische Gitarre
  • 26. September Fotoausstellung „South Africa“
    So typisch wie der Vogel Strauß für Südafrika ist, so untypisch steht das Land für den gesamten Kontinent. Südafrika hat ­mindestens so viele Einflüsse aufgenommen und Aderlässe aus­gehalten wie der Strauß, der einst in Australien ange­siedelt wurde, aber auf der Arabischen Halb­insel, in Westasien und nördlich der Sahara, wo er einst heimisch war, längst ausgerottet… Archiv weiterlesen →
  • 23. September „Brauchbare Dinge landen nicht im Müll“
    Das gute Gefühl der Kunden, wenn sie ihre Bücher oder CDs einschicken, hilft dem Wiederverkäufer Momox. LEIPZIG. Wer zu Momox in den Norden Leipzigs gelangen will, muss auf den Schriftzug des einstigen Versandhändlers Quelle achten. Denn das Hochregallager
  • 03. August Eine Stadt auf vier Rädern
    ZWICKAU. Erst Horch, dann Trabi, schließlich Golf: In Zwickau ist die Autoproduktion seit Jahrzehnten zu Hause. Die Stadt in Sachsen ist auch für Studenten interessant – nicht nur aus China.
  • 21. Juli Die vergessenen Doktoren von Breslau
    Zwischen 1933 und 1945 entzog die Universität in Niederschlesien 262 akademische Grade und Ehrengrade. Rehabilitiert wurde bislang niemand.
  • 25. Juni Weinbau unter widrigen Umständen
    Sachsen ist eines der kleinsten deutschen Anbaugebiete. Obwohl es den Exotenstatus mittlerweile verloren hat, bleibt die Nachfrage wegen einiger Vorzeigegüter hoch.
  • 15. April Produktszenografen
    Knut Krowas, Mark Offermann und Lars Schmieder können sogar Beton etwas Geschmeidiges abgewinnen.
  • 23. Februar Azubi-Not macht erfinderisch
    Mehr Geld, Weiterbildung und Reisen nach Norwegen – Unternehmen in Ostdeutschland müssen um jeden Lehrling kämpfen. Denn sie leiden besonders stark unter dem demographischen Wandel.

2012 (12)

2011 (4)

  • 24. Dezember Die Straße kommt nicht zur Ruhe
    Mit der Revolution im Dezember 2010 in Tunesien nimmt der Arabische Frühling mit Aufständen in anderen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrika seinen Anfang. Die Proteste richten sich
  • 26. November „Die deutsche Demokratie ist nicht in Gefahr“
    Der prominente Politikwissenschaftler Manfred G. Schmidt sprach in Chemnitz über Konsequenzen von Rechtsterrorismus und Finanzkrise.
  • 24. September Er mäkelt nicht, noch gängelt er
    Benedikt XVI. hat am Donnerstag im Berliner Schloss Bellevue die wachsende Gleichgültigkeit gegenüber der Religion beklagt. Ich wollte den Papst erleben – und schreibe hier über mein
  • 28. August Kunze macht sich auf den Weg
    Einfach mal losfahren. Zu einem Ort, irgendwo, ganz egal. Da wird schon etwas sein. Oder nicht?

2009 (1)

  • 25. Juni Schulbekleidung wird zur Marke
    Seit Nordrhein-Westfalen 2006 sein Schulgesetz novelliert hat, ist es den Schulen im Land erlaubt, einheitliche Schulbekleidung einzuführen. Immer mehr Bildungseinrichtungen haben